Ab Freitag verwandelt sich der Marktplatz in Schorndorf wieder in eine riesige Tanzfläche. Die Schowo wird dieses Jahr um einen Abend verlängert. Foto: Gottfried Stoppel (Archiv)

Am Freitagabend wird die 51. Schowo eröffnet. Die Herausforderung: Das Schorndorfer Stadtfest ist wegen der Gartenschau und des Jugendfestplatzes noch größer. Zudem geht die sonst fünftägige Schowo in die Verlängerung: Das 50+1-Jubiläum wird am Donnerstag gefeiert.

Schorndorf - Die fünftägige Schorndorfer Woche (Schowo) ist bereits im Normalfall eine besondere Herausforderung. Natürlich für die Organisatoren der VG Schorndorfer Vereine, aber auch für Stadtverwaltung und Polizei: „Und dieses Jahr ist nicht nur Schowo, sondern auch Remstal-Gartenschau“, sagt der Erste Bürgermeister Edgar Hemmerich bei einem Pressegespräch im Vorfeld des Stadtfests, das von 12. bis 16. Juli und am 18. Juli gefeiert wird.

Das bedeutet: noch mehr Leben in der Stadt und noch mehr Flächen, die man unter dem Sicherheitsaspekt im Blick behalten muss. Denn „auch wenn nichts darauf hinweist, dass wir keine friedliche Schowo haben werden“, wie Hemmerich betont – es ist erst die zweite Schowo nach den Ausschreitungen im Schlosspark, die Schorndorf im Jahr 2017 bundesweit Schlagzeilen beschert und im Vorfeld der vergangenen Schowo für viel Nervosität gesorgt hatten.

Polizei, Sicherheitsdienst und kommunaler Ordnungsdienst arbeiten auf der Schowo zusammen

Was also ist geplant? Neben dem kommunalen Ordnungsdienst und der Polizei werden auch wieder private Sicherheitsdienste eingesetzt. „Ich werde selbst an den Haupttagen die Einsatzleitung übernehmen und vor Ort sein. Wir treten wieder mit ähnlich vielen Kräften an wie im vergangenen Jahr“, berichtet der Schorndorfer Polizeirevierleiter Markus Jatzko und meint weiter: „Es sind auch zivile Beamte unterwegs, nicht alle Polizisten sind sofort zu erkennen.“ Diese sollen auch Flächen im Blick haben, an denen sich im vergangenen Jahr gerne größere Gruppen getroffen haben – wie etwa im Bereich der Volkshochschule.

Die beiden Gartenschauareale Stadt- und Schlosspark haben während der Schowo länger geöffnet als sonst. Dort unterstützen Sicherheitsdienste die Ehrenamtlichen am Einlass. „Außerdem gibt es für jedes Gelände einen eigenen Chef vom Dienst“, sagt die Stadtsprecherin Nicole Amolsch.

Den Schowo-Jugendfestplatz „under the bridge“ gibt es dieses Jahr wieder

Ein weiteres Schowo-Gelände ist der Jugendfestplatz unter der Brücke am Arnold-Areal. Diesen gab es im vergangenen Jahr das erste Mal, weil der Schlosspark als Treffpunkt für die Jugend wegen der Vorbereitungen für die Gartenschau nicht zur Verfügung stand.

„Der Jugendfestplatz wurde sehr gut angenommen, manchmal waren mehr als 700 Jugendliche da“, sagt der städtische Jugendreferent Peter Komhard. Gelernt habe man aus der ersten Auflage, dass es am Jugendfestplatz Einlasskontrollen gibt: „Wir wollen nicht, dass harte Alkoholika sowie Glasflaschen oder -gläser mitgebracht werden“, erläutert Edgar Hemmerich.

Mitarbeiter der Jugendarbeit sind vor Ort

Auf dem Platz werde in Plastikbechern ausgeschenkt, zu jugendfreundlichen Preisen. Das Areal werde wieder chillig möbliert, zudem lege ein sehr beliebter DJ an allen Festtagen auf. „Die Jugendarbeit hat einen gemeinsamen Stand bei der Forscherfabrik, bei uns gibt es Wasser zu trinken oder auch Hilfe, wenn sich jemand bedrängt fühlt“, sagt Peter Komhard.

Aufpassen müssen dieses Jahr die Fans des beliebten Schowo-Bähnles: Es sind während des Festes gleichzeitig die Gartenschau-Shuttles unterwegs. Und bei einem der Shuttles handelt es sich um einen Zug, der wie ein Schowo-Bähnle aussieht. Schilder sollen bei der Unterscheidung helfen.

Schowo-Jubiläum wird am Donnerstag gefeiert

Eigentlich war die 50. Auflage der Schorndorfer Woche bereits im vergangenen Jahr. Wegen der Remstal-Gartenschau wird das Jubiläum aber erst in diesem Jahr so richtig gefeiert – unter dem Motto 50+1. Deswegen geht die Schowo in die Verlängerung: Am Mittwoch können die 16 beteiligten Vereine abbauen und kurz durchschnaufen, bevor es am Donnerstag, 18. Juli, zwei große Konzerte gibt. In der Künkelinhalle tritt von 17 Uhr an das große Blasorchester Schorndorf zusammen mit der Rockband Risk auf. Und um 21 Uhr ist die Pink-Floyd-Coverband Floyd Reloaded auf der Marktplatzbühne zu sehen und zu hören. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist kostenlos. Das komplette Schowo-Programm findet man im Internet.

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