In Schorndorf ermittelt die Polizei wegen eines Sprengsatzes. Foto: dpa

In der Altstadt von Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) hat die Polizei eine Sprengvorrichtung entdeckt und unschädlich gemacht. Wie gefährlich der Sprengsatz war und wer ihn abgelegt hat, ist unklar.

Schorndorf - Die Polizei hat in der Nacht zum Mittwoch in der Altstadt von Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) eine Sprengvorrichtung entdeckt und entschärft. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, war vor einem Haus in der Kirchgasse ein Sprengsatz gefunden worden. Um welches Gebäude und um was für eine Art Sprengsatz es sich gehandelt hat, verrät der Sprecher nicht. Nur so viel: „Der Gegenstand hatte eine gewisse Gefährlichkeit.“

Deswegen zog die Polizei in der Nacht Entschärfer des Landeskriminalamtes hinzu. Diese entschärften den Sprengsatz und stellten ihn sicher. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kripo Waiblingen ermitteln jetzt wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Es wird unter anderem untersucht, welchen Schaden der Sprengsatz hätte anrichten können. „Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt noch nicht vor“, so der Sprecher.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Sprengvorrichtung ganz gezielt an dem Ort, an dem sie gefunden wurde, abgelegt worden war. Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar, es werde ergebnisoffen in alle Richtungen ermittelt, heißt es bei der Polizei. Diese Ermittlungen würden aber nun einige Zeit in Anspruch nehmen, erklärt der Polizeisprecher. Nähere Details könne er derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen – denn mögliches Täterwissen solle nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Bei der Kirchgasse handelt es sich um eine von Fachwerkhäusern geprägte Fußgängerzone, die vom Bahnhof zur Stadtkirche Schorndorf führt.

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