Christian Berkel, hier im ZDF-Film „Die verlorene Tochter“ von 2020, ist in Schorndorf als Schriftsteller zu erleben. Foto: Alexander Fischerkoesen (ZDF)

Der 68-Jährige, einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands, stellt in der Barbara-Künkelin-Halle seinen neuen Roman „Sputnik“ vor.

Sein Markenzeichen ist der markante Glatzkopf: Christian Berkel gehört jedoch auch jenseits der optischen Besonderheit zu den anerkannt besten Schauspielern in Deutschland. Er war an zahlreichen europäischen Filmproduktionen sowie an Hollywood-Blockbustern beteiligt und wurde mit dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Seine Ehe mit Schauspielerin Andrea Sawatzki wirft auch für die Boulevardmedien gerne Berichte ab.

 

Etwas ältere Fernsehzuschauer erinnern sich eventuell auch noch an Berkels Rolle als Sohn eines von Curd Jürgens dargestellten Versicherungsmathematikers in der auf dem Stuttgarter Killesberg spielenden, legendären „Tatort“-Folge „Rot, rot, tot“ von 1978.

„Sputnik“ ist Berkels dritter Roman

Dass Berkel aber auch ein hervorragender Schriftsteller ist, hat der 68-Jährige schon mehrfach bewiesen. Sein Debütroman „Der Apfelbaum“ (2018) sowie der Nachfolger „Ada“ (2020) wurden von Kritikern und Lesern gleichermaßen gefeiert. Am kommenden Samstag, 22. November, liest er in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) aus seinem neuen, Ende Mai erschienenen Roman „Sputnik“. Darin begibt Berkel sich erneut auf die Spuren seines Lebens.

Am 4. Oktober 1957 erreichen die ersten Satelliten die Erdumlaufbahn. Kurz darauf erblickt in Westberlin Sputnik das Licht der Welt. Er wächst auf zwischen den Geschichten von Sala, der geliebten Mutter, die der Wirklichkeit ihre eigenen Bilder entgegenhält, und den Büchern des Vaters Otto.

Als Jugendlicher flüchtet er nach Paris

Als Jugendlicher dann die Flucht nach Paris: in die Welt der Literatur und zu Annie, die ihn Begehren, Liebe und Eifersucht lehrt. Und die Rückkehr nach Deutschland: mitten hinein in die vom Aufbruch geprägte Theaterwelt der 1970er Jahre. Eine wilde Zeit des Experimentierens bricht an, bis Sputnik, wie so viele, vom Mauerfall 1989 überrollt wird.

Der Abend beginnt um 19.30 Uhr in der Barbara-Künkelin-Halle und ist eine Kooperation mit dem Kulturforum Schorndorf. Karten zu 23 und 20 Euro an den üblichen Vorverkaufsstellen, Restkarten an der Abendkasse.