Ritter Sport steht angesichts der hohen Kakaopreise wie alle Schokoladenhersteller unter Preisdruck. Foto: imago images//Markus Mainka

Ritter Sport kehrt in die Regale von Kaufland zurück. Der Schokoladenhersteller und der zur Schwarz-Gruppe gehörende Handelskonzern haben eine Einigung erzielt und ihren Preisstreit beigelegt.

Bei Preisverhandlungen sind Handel und Hersteller nicht zimperlich. Wird man sich nicht einig, führt das auch schon mal zu Lieferstopps und Lücken in den Regalen, so wie das auch bei Ritter Sport und Kaufland der Fall war. Doch nun haben die beiden Unternehmen ihren Clinch beigelegt.

 

„Wir haben eine Einigung gefunden“, bestätigte ein Sprecher des Schokoladenherstellers aus Waldenbuch unserer Zeitung. Ritter Sport sei wieder in den Regalen bei Kaufland zu finden. Bei dem zur Schwarz-Gruppe gehörenden Handelskonzern waren die Schokoquadrate lange Zeit Mangelware. Ritter Sport hatte Kaufland monatelang nicht mehr beliefert, weil man sich 2022 in Preisverhandlungen nicht einigen konnte. Die Differenzen sind nun ausgeräumt, Details werden nicht genannt.

Hohe Kakaopreise machen Schokolade teurer

Die 100-Gramm-Standardtafel Ritter Sport kostet derzeit 1,49 Euro, mit Nüssen 1,69 Euro pro 100 Gramm. Der Handel muss sich aber nicht an die UVP (unverbindliche Preisempfehlung) halten. 2021 waren es 1,29 Euro für die Standard- und 1,49 Euro für die Nusstafel.

Tendenziell dürfte Schokolade teurer werden. Hintergrund sind die enorm gestiegenen Kakaopreise, die vor allem für Schokoladenhersteller zur Herausforderung geworden sind. Schlechte Ernten durch Wetterextreme haben die Kakaopreise nach oben getrieben. Deswegen rechnet die gesamte Schokoladenbranche mit dauerhaft höheren Verbraucherpreisen.

Der Preis für eine Tonne Kakao kletterte in den letzten Monaten laut International Cocoa Organization (ICCO) von rund 2000 Euro auf über 10 000 Euro. Derzeit liegt er wieder unter 10 000 Euro.

Bereits Anfang März hatte der Schweizer Chocolatier Lindt & Sprüngli mitgeteilt, für das laufende Jahr steigende Preise für Schokolade zu erwarten. Auch Milka-Produzent Mondelez will auf den Kostendruck reagieren.