Robert Paetsch, Elternbeiratsvorsitzender, und Beate Moeßner, Schulleiterin der Schönbuchschule Leinfelden. Foto: Torsten Schöll

Der Elternbeirat der Schönbuchschule Leinfelden ist einer der besten in Baden-Württemberg. Das ist das Ergebnis eines landesweiten Wettbewerbs.

An dem vom Landeselternbeirat anlässlich seines 60-Jahr-Jubiläums initiierten Wettbewerb „Elternbeiräte im Land“ hatten sich 109 Schulen aus ganz Baden-Württemberg beteiligt. Am 21. November wurden im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart im Beisein von Kultusministerin Theresa Schopper die Auszeichnungen in den drei Kategorien Einzelperson, Teamwork und Gesamtgremium vergeben. Der Elternbeirat der Schönbuchschule Leinfelden erhielt den Preis für das beste „Gesamtgremium“.

 

„Üblicherweise sind es einzelne Menschen, die in einem Elternbeirat herausstechen und tolle Sachen reißen“, erklärt Sebastian Kölsch, der Vorsitzende des Landeselternbeirats. „Die Tatsache, dass die Schulleitung der Schönbuchschule Leinfelden das gesamte Elternbeiratsgremium vorgeschlagen hat, zeigt die besondere Wertschätzung des Engagements jedes einzelnen Elternbeiratsmitglieds.“ Wie der Vorsitzende des Landeselternbeirats weiter mitteilt, hatte die erstmals durchgeführte Preisverleihung zum Ziel, „dem vielfältigen und wichtigen Engagement der Eltern an Schulen eine Bühne zu geben“. Kölsch legte Wert darauf zu betonen, dass elterliches Engagement nur effektiv sein könne, wenn die Schulleitung eine entsprechende Atmosphäre herstelle. „Das scheint an der Schönbuchschule ganz besonders gegeben zu sein“, so Kölsch.

Wie sich die wertschätzende Atmosphäre an der Schönbuchschule konkret auf die Arbeit des Elternbeirats auswirkt, erklären die Schulleiterin der Schönbuchschule, Beate Moeßner, und der Vorsitzende des Elternbeirats der Schule, Robert Paetsch, anhand einiger Beispiele: So organisiert der 18-köpfige Elternbeirat der Schule regelmäßig sogenannte pädagogische Elternabende. Eltern werden mit Hilfe solcher zusätzlichen Elternabende beispielsweise für die Gefahren des Medienkonsums von Kindern sensibilisiert oder erhalten Erziehungshilfen von Experten an die Hand.

Elterliches Engagement an Leinfelden-Echterdinger Schule

Aufbauend auf dem „STEP“-Konzept (systematisches Training von Eltern und Pädagogen), biete die Schule eine ganze Seminarreihe an, ergänzt Paetsch. Der an der Schule seit vier Jahren engagierte Vater hat im vergangenen Jahr zusammen mit Ines Arntz dem Elternbeirat vorgestanden. Eine zentrale Aufgabe des Elternbeirats an der Schule sei, gemeinsam mit dem Förderverein finanzielle Mittel aufzubringen, mit denen wiederum Veranstaltungen und Angebote bezahlt werden können. So verkaufe die Schule beim Krautfest regelmäßig mehr als 75 Kuchen und Torten an ihrem Stand. „Das Geld wird dann für Schulausflüge, Konzerte oder Lesungen verwendet“, so Moeßner.

Oder auch für ein Selbstsicherheitstraining für Erst- und Zweitklässler, das ein externer Coach durchführt, der bezahlt werden müsse. Im vergangenen Jahr sei eines der größten Projekte, die der Elternbeirat organisiert hat, ein Schüler-Musical gewesen, das an zwei Tagen rund 1000 Zuhörer mitverfolgten. „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man viel erreichen“, so Paetsch über das Geheimnis hinter einem erfolgreichen Elternengagement. „Man muss mit positivem Beispiel vorangehen, dann machen andere automatisch mit.“

Auch Esslinger Schule gehört zu den Preisträgern

Ermittelt hat die Preisträger des landesweiten Elternbeirats-Wettbewerbs eine Jury aus Vertretern von Kultusministerium, Schulstiftung und Elternstiftung Baden-Württemberg, Landesschulbeirat, Landeschülerbeirat und Landeselternbeirat. Den jeweiligen Vorschlag hatten die Schulleitungen der teilnehmenden Schulen im vergangenen Sommer eingebracht. Neben der Schönbuchschule Leinfelden (Kategorie „Gesamtgremium“) erhielten das Störck-Gymnasium Bad Saulgau, die Theodor-Heuss-Schule Sandhausen (beide für „herausragende Elternbeirats-Vorsitzende“) sowie die Herderschule Esslingen und die Gemeinschaftsschule Korb (Auszeichnung „Teamwork“) Preise.