Anna Walther ist seit 2021 Bürgermeisterin Schönaichs. Foto: Eibner/Archiv

Anna Walther, die Bürgermeisterin Schönaichs, hat Brustkrebs. Das gab sie in einer Gemeinderatssitzung bekannt. Trotzdem will sie ihre Arbeit im Rathaus fortsetzen.

Die Schönaicher Bürgermeisterin Anna Walther (40, SPD) ist an Brustkrebs erkrankt. Das berichtete sie am Dienstag in einer Gemeinderatssitzung. In einer sehr persönlichen Mitteilung habe sie über die vergangenen Wochen, die von Sorge, medizinischen Eingriffen, aber auch von Hoffnung und Zuversicht geprägt gewesen seien, berichtet, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Schönaicher Rathaus.

 

Nach der Mitte Mai gestellten Diagnose sei sie demnach erfolgreich operiert worden. Um das Rückfallrisiko zu minimieren, werde sich die Bürgermeisterin in den kommenden Monaten einer Chemotherapie unterziehen. Trotzdem wolle sie ihrem Amt eng verbunden bleiben und ihre Arbeit im Rathaus fortsetzen, soweit es ihr Gesundheitszustand erlaube, schreibt das Rathaus weiter.

„Ich blicke mit Zuversicht nach vorne“

Besonders wichtig sei ihr, die Gemeinderatssitzungen weiter zu leiten und zentrale Themen der Gemeindeentwicklung zu begleiten. „Ich bitte um Verständnis, dass ich in den kommenden Monaten nicht bei allen öffentlichen Veranstaltungen dabei sein kann“, wird Walther in dem Schreiben zitiert. „Ich blicke jedoch mit Zuversicht nach vorne und freue mich sehr auf die Zeit nach der Therapie und besonders darauf, wieder mit ganzer Kraft und persönlich für die Menschen in Schönaich da zu sein.“

Einen besonderen Dank habe Anna Walther an ihr Team in der Verwaltung gerichtet. „In dieser Phase ist es ein großes Geschenk, sich auf ein engagiertes, verlässliches und mitdenkendes Umfeld verlassen zu können. Diese Unterstützung ist für mich eine große Kraftquelle und zugleich Ausdruck jener Gemeinschaft, für die Schönaich steht“, wird Walther in der Mitteilung zitiert.

Wechsel aus dem Sindelfinger Rathaus

Anna Walther ist seit 2021 Schönaicher Bürgermeisterin. Bei der Wahl am 16. Mai 2021 hatte sie 59,88 Prozent der Stimmen erhalten. Die aus der Ukraine stammende Mutter zweier Söhne hatte davor seit 2019 im Sindelfinger Rathaus als Referentin im Stab von OB Bernd Vöhringer (CDU) im Bereich Strategie, Koordination und Bürgerangelegenheiten gearbeitet.