Die CDU im Bezirksbeirat Mitte hält nichts von der Schnellbus-Linie zwischen der Innenstadt und Bad Cannstatt Foto: dpa

CDU-Bezirksbeirat bedauert, einer Fehlinformation aufgesessen zu sein, steht aber zur grundsätzlichen Kritik.

Stuttgart - Die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) wehrt sich gegen die Kritik von CDU-Bezirksbeirat Klaus Wenk am X1 Bus, der zwischen Bad Cannstatt und der City pendelt. In einem Antrag schreibt Wenk, der Schnellbus befördere täglich nur 1200 Fahrgäste. Dem widerspricht Birte Schaper von der SSB energisch: „Im Zeitraum vom 26. Oktober bis 3. Dezember 2018 hat die SSB durchschnittlich täglich 2500 Fahrgäste am Tag auf der Linie gezählt. Aktuellere Fahrgastzahlen für die Linie X1 gibt es dazu seitens der SSB nicht.“ Wenk wiederum sagt: „Ich habe die Zahl 1200 Fahrgäste als Zitat einer SSB-Sprecherin in einem Medium gelesen. Sollte die SSB-Sprecherin dort falsch zitiert worden sein, bedauere ich dies.“

Jährliche Betriebskosten von 2,7 Millionen Euro

An seiner grundsätzliche Kritik ändere das jedoch nichts. Wenk und die CDU-Bezirksbeiratsfraktion sehen das Projekt X1 als gescheitert an – auch ohne neue Zahlen. Er sehe den Bus in der City meistens mit nur wenigen Fahrgästen. „Der X1-Bus scheint das Duell gegen die Stadt- und S-Bahn deutlich zu verlieren. Groß beworben als Express-Buslinie im Geparden-Look scheint der Bus von den Fahrgästen eine klare Absage zu erhalten“, schreibt Wenk in einer Mitteilung. Der Bus sei keine attraktive Alternative zu den Stadtbahnlinien U1 und U2. Jährliche Betriebskosten von 2,7 Millionen Euro für leere Busse sind sicherlich nicht allzu lange gegenüber den Bürgern vertretbar.“ Wenk ist sich sicher, dass der Bus aufgrund der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung eingestellt werde. Wenk und die CDU wollen aber den Bus, für den zwei neue Haltestellen auf der Theodor-Heuss-Straße gebaut worden waren, wenigstens für die Innenstadt retten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: