Am Morgen musste so mancher Autofahrer – hier in Auenwald – sein Fahrzeug unter den Schneemassen suchen. Foto: Frank Rodenhausen

Dichter Schneefall und Glätte führten im Präsidiumsbereich Aalen zu 65 Unfällen. Allein im Rems-Murr-Kreis krachte es 44-mal. Auch aktuell gibt es noch Einschränkungen.

Was am Sonntagabend mit dicken, rieselnden Flocken begann, endete für viele Autofahrer in der Leitplanke: Insgesamt 65 Verkehrsunfälle zählte das Polizeipräsidium Aalen zwischen Sonntag, 17 Uhr, und Montagmorgen, 5 Uhr. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt, der Sachschaden beläuft sich auf über 450.000 Euro.

 

Wie die Polizei mitteilt, trug der Rems-Murr-Kreis dabei die Hauptlast des Chaos: Allein 44 Unfälle ereigneten sich hier, rund 300.000 Euro Schaden kamen zusammen. In einem Fall wurde eine Person leicht verletzt. Die frostigen Temperaturen und spiegelglatten Straßen sorgten über Stunden für Behinderungen und Rettungseinsätze.

Unfallserie auch im Ostalbkreis und Schwäbisch Hall: 21 Kollisionen

Auch in den Nachbarregionen krachte es: Im Ostalbkreis wurden 15 Unfälle mit rund 115.000 Euro Schaden gemeldet, zwei Menschen wurden leicht verletzt. Im Landkreis Schwäbisch Hall blieb es bei sechs Unfällen – immerhin ohne Verletzte, wie das Polizeipräsidium Aalen berichtet.

Schon der Weg aus dem Haus zur Garage geriet für manchen zum Abenteuer. Foto: Frank Rodenhausen

„Aktuell kommt es im gesamten Präsidiumsbereich zu erheblichen Einschränkungen und Verkehrsbehinderungen“, warnt die Polizei. Der Wintereinbruch bringt nicht nur Bilderbuchlandschaften, sondern auch Einsatzstress und Sachschäden. Wer jetzt noch ohne Winterreifen oder mit Sommermentalität unterwegs ist, riskiert nicht nur Blech, sondern auch Gesundheit – die eigene und die anderer.

Die Polizei kündigt eine weitere Lageeinschätzung an. Bis dahin gilt: runter vom Gas, Finger weg vom Smartphone – und lieber einmal mehr abschätzen, ob die Fahrt wirklich notwendig ist.