Zum Wochenende ist nicht so viel Schnee gefallen wie vorhergesagt. Doch Ausflüge rund um Leonberg lohnten sich – wir haben ein paar besondere Eindrücke festgehalten.
An diesem Wochenende konnte sich mancher an den Filmklassiker „Die Truman Show“ von 1998 mit Jim Carrey erinnert fühlen. Der Protagonist ist in diesem Streifen, ohne es zu wissen, seit seiner Geburt der Hauptdarsteller in einer eigens für ihn geschaffenen riesigen Kunstwelt, TV-Zuschauer können rund um die Uhr an seinem Leben teilhaben. Per Knopfdruck können hier von den Fernsehmachern in der Regie auch spontane Wetterwechsel initiiert werden.
In der Nacht zum Freitag war ein abrupter Wetterwechsel aber Realität in den Kreisen Böblingen, Ludwigsburg und im Enzkreis: Eine Warmfront ließ allen vorhandenen Schnee tauen, der Tag wirkte wie milder Herbst. Doch schon in der Nacht zum Samstag kam der Schnee in den Höhenlagen wieder. Aber das Sturmtief „Elli“ hatte hier nicht so gravierende Auswirkungen wie etwa im Norden Deutschlands oder im Schwarzwald. So war, von manchem Glätteunfall auf den Straßen abgesehen, die Winterlandschaft schön fürs Auge und lud ein zu Spaziergängen, örtlich auch zu Schlittenfahrten.
Auch wenn sich die Wetterprognose für Sonntag nicht erfüllte und keine Sonne den in der Nacht gefallenen Schnee zum Glitzern brachte, zog es viele Menschen zum Spaziergang oder zur Gassi-Runde nach draußen. Die durch den Schnee gedämpfte Akustik, beim Laufen nur das Knirschen unter den Schuhen im Ohr, das ist eben eine ganz besondere Stimmung. Zumal der weiße Schnee auch einen grauen Tag wirkungsvoll erhellt. Zum Wochenstart, mit Temperaturen erneut im Plusbereich, dürfte das Gastspiel des Winters wohl wieder schnell beendet sein.