Der Schmidener Sommer mit verkaufsoffenem Sonntag zieht wieder viele Besucher an. Foto: Patricia Sigerist

Der Stadtteil zeigt, was er alles zu bieten hat beim Schmidener Sommer. Und das lockt wieder zahlreiche Besucher an, die flanieren, sich informieren und sich amüsieren.

Schmiden - Die Jugendgruppe der Lyra und die Eltern-Kind-Gruppe des TSV eröffneten am Mittag den verkaufsoffenen Sonntag des Schmidener Sommers, der bereits in der elften Auflage die Besucher anzog. Gefeiert wurde schon ab dem Samstagnachmittag im Ortskern. Die große Hocketse ist ein Muss für viele Einheimische und Besucher. „Es war rappelvoll in den Straßen, und die Stimmung war bestens“, sagte Josef Gauland, der vor der Gaststätte Il Carettino Wein ausschenkte.

„Feiern, Präsentieren, Schwätzen“

Der Vorsitzende des Gewerbevereins Schmiden, Volker Kurz, bezeichnete den Schmidener Sommer als „die jüngste der Fellbacher Traditionsveranstaltungen“. Mit dem geplanten Bauprojekt werde der Ortskern eine neue Aufenthaltsqualität erhalten, sagte Kurz und wies darauf hin, dass die Bürgerschaft sich hier in die Planung rege eingebracht habe. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen sei in Schmiden toll, was sich nicht nur beim Feiern zeige. Auch Oberbürgermeister Christoph Palm betonte: „Hier arbeitet man Hand in Hand“. Bürger, die sich einmischten – und durchaus auch kritisch – seien „unsere Unternehmensberater“, sagte der OB. Der Gewerbeverein sei sehr engagiert und „der Flecken hat Zukunft.“ Palm ergänzte: „Doch heute geht es ums Feiern, ums sich Präsentieren, ums Schwätzen.“

Toben bei der Olympiade der Kindersportabteilung

In den Straßen war es kurz darauf noch relativ übersichtlich. Viele Menschen suchten sich zunächst ein schattiges Plätzchen fürs Mittagessen. Zum Beispiel im Hof von Landwirt Harald Kauffmann. Dort gab es zu handgemachten Maultaschen fetzige Musik. Eine stattliche Milchkuh und ein Kälbchen waren der Hit bei den Kindern. Die konnten sich bei der Olympiade der Kindersportabteilung des TSV austoben. Tine Hämmerle vom Fachgeschäft Die Blume hatte für die Kleinen eine Pflanzaktion vorbereitet und vor allem eine blumig-duftige Welt vor ihrem Ladengeschäft aufgebaut. „An diesem Tag will man zeigen, was man macht und was man kann – es geht nicht primär um Umsatz, sondern wir wollen uns darstellen“, sagte sie. Die meisten Besucher waren im Ortskern unterwegs, auf der Fellbacher Straße war es am frühen Nachmittag deutlich stiller. „Das kommt schon noch“, zeigte sich Florian Friz vom Sanitärfachgeschäft zuversichtlich. Auch er nutze das Fest, um Neuheiten zu präsentieren und das Gespräch mit dem Kunden zu suchen. „Das lohnt sich auf alle Fälle. Viele, mit denen wir hier Kontakte knüpfen, sehen wir später im Laden wieder“, sagte er.

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