Die LBBW Immobilien stehen in den Startlöchern. Der neue Bauzaun ist die erste Attraktion an der Königstraße 1 bis 3.
Es gibt sie, die positiven Nachrichten von der unteren Königstraße: Die LBBW Immobilien hat mit ihren Arbeiten für das Projekt Schlossgartenquartier begonnen. Noch fehlt die Baufreigabe für die Umbauarbeiten am Gebäude Königstraße 1c, aber „wir rechnen zeitnah damit“, sagt Pressesprecherin Aleksandra Boländer. Und vorbereitende Maßnahmen könne man dort schon erledigen. Das Ziel sei es, bis Ende 2025 das Gebäude zu entkernen und noch im selben Jahr mit dem Bau zu beginnen. Die Fertigstellung ist für 2028 angedacht.
Das Schlossgartenquartier umfasst insgesamt rund 50 000 Quadratmeter, dazu gehören die Gebäude Königstraße 1 a/b, Königstraße 1c, Königstraße 3 sowie das Hotel am Schlossgarten an der Schillerstraße. Es verbindet den neuen Hauptbahnhof mit dem Schlossgarten – hin zu Staatsoper und Staatstheater – sowie mit der Innenstadt. Das neue Schlossgartenquartier soll laut der LBBW Immobilien das Bild der Stuttgarter Innenstadt maßgeblich prägen.
„Stuttgart von seiner besten Seite“
Neuerdings prägt noch etwas anderes das Gebäude an der Königstraße. Um die Baustelleneinrichtung aufzuwerten, waren drei Schulklassen eingeladen, den rund 50 Meter langen und etwa 3,5 Meter hohen Bauzaun zu verschönern. Gemeinsam mit Graffiti Stuttgart haben Schülerinnen und Schüler des Königin-Katharina-Stifts, des Kolping Gymnasiums und der Schloss-Realschule viel Mühe gegeben, um den Schriftzug „Schlossgartenquartier“, eine Frau mit Sonnenbrille und „Stuttgart von seiner besten Seite“ auf die Holzwand zu sprühen. „Alle konnten sich relativ hemmungslos austoben“, sagt Patrick Klein von Graffiti Stuttgart, der zusammen mit Chris Keck das Projekt betreut hat. Lehrerin Christine Berg war zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Schülerinnen und Schüler.“ Die Resonanz auf die Arbeit am Bauzaun und das Ergebnis sei bislang durchweg positiv gewesen, ergänzt Chris Keck.
Und die jungen Künstlerinnen und Künstler? Emil Asselineas, Ben Haller, Leo Fritz, Lukas Hofmann, Mikka Boländer, Sina Martini, Line Bräuer und Marilena Schmidt vom Kolping Gymnasium sind sonst eigentlich eher zum Shoppen und Essen in der Innenstadt. Dass vor allem die untere Königstraße eine Aufwertung vertragen kann, da sind sich alle einig. Ein erster Schritt ist mit dem Bauzaun-Projekt zumindest getan.