Bei einem Open-Air-Konzert im Ehrenhof präsentiert die berühmte Geigerin zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra Filmmusik von John Williams – und ein Violinkonzert, das der US-Amerikaner für sie komponiert hat.
Ein neues – oder eher ein wiederbelebtes – Format erwartet die Musikliebhaber im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele am 4. Juli: Nach mehr als 20 Jahren spielt wieder ein Orchester im Ehrenhof des Residenzschlosses, das Intendant Lucas Reuter als „Herzkammer“ und Ursprungsort der Festspiele bezeichnete. Dabei stehen drei große Namen im Mittelpunkt: Die weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter und das Royal Philharmonic Orchestra aus London präsentieren Werke von John Williams.
Mutter und Williams verbindet seit einigen Jahren eine enge persönliche und künstlerische Freundschaft. Der gebürtige New Yorker zählt zu den weltweit bekanntesten, erfolgreichsten und einflussreichsten Filmkomponisten. Er hat die Musik zu so bekannten Filmen wie „Superman“, „E.T.“, „Harry Potter“ oder „Star Wars“ geschrieben.
Bekannte Filmmelodien und ein modernes Violinkonzert
Mutter prägt nicht nur die Klassikszene, sie fühlt sich auch der Zukunft der Musik verpflichtet. Das Royal Philharmonic Orchestra ist ebenfalls außer für klassische Musik für Filmmusik bekannt und spielt in Ludwigsburg unter der musikalischen Leitung von Lina González-Granados. Mit dem Konzert sollen Film- und Musikliebhaber gleichermaßen begeistert werden, wenn Ohrwürmer und beliebte Klassiker aus filmischen Kassenschlagern ertönen und packende Momente vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Präsentiert werden unter anderem das Thema aus „Superman“, Helenas Thema aus „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“, das Flugthema und Finale aus „ET“, Hedwigs Thema aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“, die Suite aus „Star Wars“ oder das Scherzo für Violine und Motorrad aus „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“. Auch das für Mutter geschriebene Violinkonzert Nr. 2 wird erklingen.
Mutter wünschte sich ein Konzert im Ehrenhof
Dass das Konzert im Ehrenhof stattfindet, sei Mutters ausdrücklicher Wunsch gewesen, sagte Lucas Reuter. Die gebürtige Südbadenerin sei früher kontinuierlich in Ludwigsburg zu Gast gewesen. Die Projektidee stamme noch von seinem Vorgänger in der Intendanz, Jochen Sandig.
Trotz der bekannten Namen soll das Konzert noch erschwinglich sein. Junges Publikum zahlt hier, wie für andere Veranstaltungen der Schlossfestspiele, nur 15 Euro, die übrigen Karten kosten ab 59 und bis 149 Euro. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 14. Dezember. Die handverlesenen Veranstaltungen, für die der Vorverkauf bereits vor drei Wochen begonnen hat, liefen sehr gut, so Reuter. Die Plätze im Schlosstheater und Ordenssaals seien schon jetzt zu 50 bis 60 Prozent belegt.