Schiffsführer Christoph Rimmele poliert im Hafen von Konstanz die Schiffsglocke des Ausflugsschiffes „Überlingen“. Foto: dpa

Auf dem Bodensee beginnt ab Karfreitag wieder die Schifffahrtssaison. Die Betriebe hoffen auf gutes Wetter an Ostern und über den Sommer. Zu gut darf es allerdings auch nicht sein.

Konstanz - Die Weiße Flotte setzt zum Saisonauftakt am Bodensee auf Sonnenschein und milde Temperaturen. „Für Ostern ist gutes Wetter angesagt, so dass wir standesgemäß in die Saison starten können“, sagte der Vorsitzende der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU), Norbert Reuter, am Montag in Konstanz. Zu dem Verband gehören Schifffahrtsbetriebe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Schiffe der VSU-Betriebe sind ab Karfreitag (25. März) wieder auf dem Bodensee unterwegs.

Offiziell eröffnet wird die Saison aber erst am 30. April mit der traditionellen Flottensternfahrt: Schiffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich dabei jedes Jahr vor einem anderen Hafen, bilden gemeinsam eine Sternformation - und wünschen sich „allzeit gute Fahrt und eine Handbreit Wasser unterm Kiel“. Dieses Mal ist Bregenz Ziel der 45. Internationalen Sternfahrt.

In heißen Sommern ist der Wasserpegel niedrig

Mit der vergangenen Saison zeigte sich die VSU insgesamt zufrieden: 2015 fuhren demnach rund 3,7 Millionen Pasagiere mit den Schiffen der Unternehmen; rund 1,4 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Allerdings liefen die Geschäfte bei den einzelnen Betrieben sehr unterschiedlich. Während die Passagierzahlen bei den deutschen Bodensee-Schiffsbetrieben und der österreichischen Vorarlberg Lines Bodenseeschifffahrt zunahmen, kämpfte beispielsweise die Schweizerische Bodensee Schifffahrt mit einem leichten Rückgang der Fahrgäste sowie Wechselkursverlusten.

Der Schweizerischen Schiffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein machte noch etwas anderes zu schaffen: Im heißen Sommer 2015 fiel der Wasserpegel im Untersee auf einen so niedrigen Stand, dass die Strecke zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen 52 Tage lang nicht gefahren werden konnte. „Mit solchen Einschränkungen muss und kann man nicht jedes Jahr rechnen“, sagte der Geschäftsführer Remo Rey. Das Unternehmen sei aber dabei, Lösungen für solche Niedrigwasserperioden zu finden - beispielsweise mit einem kleineren Schiff mit weniger Tiefgang.

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