Walter Sittler ist in Stuttgart als Schauspieler wie als Gegner von S21 gleichermaßen bekannt. Foto: dpa

Seit 31 Jahren schreibe Walter Sittler Fernsehgeschichte, findet das Filmbüro Baden-Württemberg. Dafür ehrt es den bekannten Schauspieler im Dezember bei der Filmschau.

Stuttgart - Für sein Schaffen erhält der in Stuttgart lebende Schauspieler und Produzent Walter Sittler den Baden-Württembergischen Ehrenfilmpreis. Die Verleihung findet am 5. Dezember im Rahmen der Eröffnung der 24. Landesfilmschau in Stuttgart statt. „Charmant und sympathisch schreibt Walter Sittler seit nunmehr 31 Jahren Fernsehgeschichte“, heißt es in der Begründung des Filmbüros Baden-Württemberg, das die Auszeichnung vergibt. Er engagiere sich zudem kulturell und für wohltätige Zwecke.

Chefarzt und S21-Gegner

Sittler, in Chicago geboren, machte eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Erste Erfolge im Fernsehen feierte er in der Rolle als Chefarzt in der Serie „Nikola“. Zuletzt war der 65-Jährige etwa in „Der Kommissar und das Meer“ und „Daheim in den Bergen„ zu sehen. Außerdem ist er mit Solo-Bühnenprogrammen auf Tour und produziert Dokumentarfilme. Sittler wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. In Stuttgart hat er sich auch stark beim Kampf gegen das Bahnprojekt S21 engagiert und wurde zu einem der Köpfe der Bewegung – was ihm, wie in den sozialen Medien mitverfolgbar wurde, erhöhte Sympathie und verstärkte Abneigung einbrachte.

Der Ehrenfilmpreis wird seit 2011 verliehen. Mit ihm werden Personen ausgezeichnet, die Baden-Württemberg als Film- und Medienstandort mitprägen.

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