Dorothee Bär, designierte Staatsministerin für Digitalisierung. Foto: dpa

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Dorothee Bär.

Stuttgart - Die CSU-Politikerin Dorothee Bär wird die erste Staatsministerin im Kanzleramt für Digitalisierung. Aus feministischer Perspektive klingt das schon mal ganz gut. Weniger gut klingt es in den Ohren mancher Frauen, wenn die 39-jährige Fränkin tolldreiste Sachen sagt wie: „Anziehen muss man sich ohnehin, dann kann ich mir auch etwas Mühe geben. Und ich finde hohe Schuhe nun mal chic.“ So stand das in der „Welt“. Ein Affront, eigentlich. So etwas darf man sich als Politikerin vielleicht in Frankreich erlauben. Aber nicht in Berlin.

Aufregend altbacken

Unglücklicherweise trägt Dorothee Bär nicht nur gerne High Heels, sondern schlüpft auch regelmäßig ins Dirndl. Oder posiert in Rosigem. Ein umstrittenes Farbsi­gnal: Frischverliebte schweben auf „rosa Wolken“; naive Dödel sehen die Welt durch eine „rosa Brille“. Verrät die Bär also frauenbewegte Geschlechtsgenossinnen? Nein, tut sie nicht. Modische Ideale sind lediglich soziale Konstrukte. Bis ins 18. Jahrhundert trugen rosa Klamotten ausschließlich Männer am Hofe, weil das Färben der Stoffe teuer war. Stöckelschuhe waren Männern vorbehalten. Man sieht, Frau Bär kleidet sich so altbacken, dass es schon wieder revolutionär ist.

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