Un, Dos, Tres, Maria! Ricky Martin ist wieder da. Foto: AFP

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Ricky Martin.

Stuttgart - Ricky Martin war mal der Albtraum eines jeden Mädchenvaters. Der Puerto-Ricaner sah aus wie ein Einweglover aus dem Familienurlaub, einer dieser unverschämt hübschen karibischen Strandboys, die das Teenietöchterchen den lieben langen Rückflug Rotz und Wasser heulen lassen.

Irgendwie anders

Ende der 90er landete der heute 46-Jährige mit „Livin’ La Vida Loca“ einen Welthit und zementierte seinen Ruf als Frauenschwarm. Der Song handelte von einer irren Liebe und fühlte sich genauso an: wie ein vibrierendes Massagekissen mit Starkstromanschluss. Viele Jahre später folgte das Coming-out. Was für viele erwachsene Mädchen ein schlimmer Augenblick gewesen sein musste, die seitdem an gebrochenem Herzen laborieren, hat gewissen Vätern, Ehemännern und Freunden ohne Beachbody ein Triumphgeheul entlockt. Hatte man nicht immer schon das Gefühl, dass so schöne Kerle irgendwie anders sein müssen? Friseure. Außerirdische. Oder wenigstens schwul.

Ohne unnötige Lufteinschlüsse

Zur Abschlussfeier der Ausstrahlung der zweiten Staffel der TV-Serie über Gianni Versace zeigte sich Ricky Martin, der den Freund des 1997 ermordeten Modemachers verkörpert, klassisch: schwarz vom Kragen bis zu Sohle. Ohne Krawatte, das Hemd aufgeknöpft, der Anzug ohne unnötige Lufteinschlüsse. Schwarze Brogues, sockenlos. Unnötig zu sagen, dass Ricky Martin immer noch ein Augenschmeichler ist und selbst in einem Kartoffelsack noch passabel rüberkommen würde. Aber in einem feschen schwarzen Anzug ist alles perfekt. Und jetzt alle nochmals wie einst: kreisch!

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