Der Schauspieler und „Fuck ju Göhte“-Star Elyas M’Barek. Foto: dpa

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Elyas M’Barek.

Stuttgart - Kennen Sie den? Kommt ein Mann in die Buchhandlung und bekommt voll die Krise. Tatsächlich muss man sich angesichts Dutzender Buchtitel fragen, ob man das Lesen als Mann lieber sein lässt. Die Lektüre von „Auslaufmodell Mann“, „Hunde sind die besseren Männer“, „Mimosen in Hosen“ oder „Keine Zukunft für Adam“ ist nix für Sensibelchen. Die Zeitgeistdiagnose lautet: Der Mann steckt in der Krise. Er soll alles, er darf nichts.

Der Anti-Hipster

Und deshalb, so scheint es, ist Elyas M’Barek ein Superstar des deutschen Kinos. Er darf alles. Der dritte Teil der erfolgreichen Schulkomödie „Fack ju Göhte“ kommt in die Kinos – und nicht wenige Zuschauerinnen gehen nicht etwa wegen des abgeschmackten Pennälerhumors in die Lichtspielhäuser, sondern um den 35-Jährigen in der Rolle des Lehrertölpels Zeki Müller anzuhimmeln. Auch fern der Kamera wirkt der gebürtige Münchner wie aus der Zeit gefallen, ein Typ aus den frühen 90ern, der das Klischee des angeschmachteten Latin Lovers bedient. Der Anti-Hipster: Ein Mann, der ohne Vollbart, ohne Riesentätowierungen, ohne Baseball-Kappe und ohne Nerd-Brille eine gute Figur macht. Ein sympathischer Macker, kein Krisenphänomen. Ob in Lederjacke, im Smoking oder im weit aufgeknöpften Hemd: Elyas M’Barek sieht stets aus wie der Stenz, die Neuauflage des Schwabinger Gigolos. Sollte mal ein Regisseur den seligen Monaco Franze wiederbeleben wollen, Elyas M’Barek wäre wohl der einzig richtige Darsteller.

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