Die neu geborenen Kaschmirziegen in der Wilhelma erkunden bereits ihre Umgebung. Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Nach Schafen und Trampeltieren gibt es bei den Kaschmirziegen in der Wilhelma Nachwuchs: Sie erobern die Herzen der Besucher. Wo sie hautnah zu sehen sind.

Im Asiatischen Schaubauernhof im Norden der Wilhelma begeistern neue flauschige Tiere die Besucher. Denn: Mitte April sind drei kleine Zicklein von zwei Ziegenmüttern geboren worden. „Die kleinen Ziegen sind bereits wenige Tage nach der Geburt aufmerksam und neugierig“, weiß Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann. Die kleinen neu geborenen Ziegen haben bereits ein dichtes, weißes Fell und folgen ihren Müttern auf Schritt und Tritt. Sie erkunden aber zunehmend eigenständig ihre Umgebung. „Dabei entwickeln sie spielerisch ihre Koordination und Trittsicherheit“, erklärt Meierjohann.

 

Kaschmirziegen leben ursprünglich in den Hochgebirgsregionen Asiens, insbesondere im Himalaja, wo sie an extreme klimatische Bedingungen angepasst sind mit starken Temperaturschwankungen und karger Vegetation. Charakteristisch für die Tiere ist ihre feine Unterwolle, das sogenannte Kaschmirhaar. Es gehört weltweit zu den wertvollsten Naturfasern. Das besondere: Die isolierende Wollschicht schützt die Tiere vor Kälte. Menschen nutzen sie seit Jahrtausenden.

Kaschmirziegen und Romanov-Schafe in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Im Asiatischen Schaubauernhof gibt es derzeit noch mehr Jungtiere zu erleben: So wurden kurz vor Ostern bei den Romanovschafen Drillinge geboren. Sie leben mit den Kaschmirziegen auf einer Anlage zusammen, die für Besucher teilweise begehbar ist. Somit können die Besucher die Schafe und Ziegen mit ihrem gesamten sechsfachen Nachwuchs aus nächster Nähe treffen. Über Durchgangsschleusen, die vom Menschen nicht passierbar sind, können sich die Tiere jederzeit in ruhige Bereiche zurückziehen.

Auch bei den Trampeltieren ganz in der Nähe wurde vor einem Monat ein Jungtier geboren. Des Nachwuchses nicht genug: Unweit des Asiatischen Schaubauernhofs, am Eingang zum Tapir-Gebäude, ist bei den Hirschebern kürzlich ein kleines weibliches Ferkel geboren worden.