Viele Läden wie das Vogelsangatelier luden am Samstag zum Stöbern ein. Foto: C. Friedmann

Bei den „Schätzen des Westens“ haben am Samstag wieder viele Kreative die Pforten ihrer Läden und Ateliers geöffnet.

S-West - Am Samstag hat der Stuttgarter Westen wieder einmal seine Glanzstücke und -orte präsentiert. Bei den „Schätzen des Westens“ haben mehr als 40 Einrichtungen, Geschäfte, Ateliers und Cafés ihre Pforten geöffnet und teilweise auch Blicke hinter die Kulissen gewährt.

Unter dem Motto „Weltraum“ gab es im Vogelsangatelier jede Menge zu entdecken und zu kaufen – von der Rassel in Raketenform für Kinder über Becher mit Weltraummotiven, Astronauten-Espressotassen und Taschen mit Sternenmuster bis hin zu bunt dekorierten Fotoalben. Draußen vor der Tür boten die Kreativen des Vogelsangateliers Slush Eis und Getränke an – natürlich alles im Weltraum-Look.

Im Westquartier am Bismarckplatz konnten die Gäste der „Schätze des Westens“ eine Ausstellung des spanischen Künstlers Martin Ledesma besuchen. Unter dem Titel „Zahori – Botschaften und Bilder von anderen Welten“ waren Ölgemälde zu sehen, deren Motive der Künstler erst auseinander geschnitten und dann in anderer Form wieder zusammengesetzt hat. Zudem nutzten die Kreativen des Westquartiers den Erlebnistag, um ihr Programm mit Ausstellungen, Lesungen und Konzerten vorzustellen.

Im Eltern-Kind-Zentrum an der Ludwigstraße durften Kinder mit Filz basteln. Außerdem wurden Kunstdrucke, Bücher und selbst gebastelte „Schätze“ verkauft. Die Pâtisserie tarte & törtchen an der Gutbrodstraße lockte am Samstag mit neuen Eiskreationen aus eigener Herstellung. Für Musik sorgte am Nachmittag die Stuttgarter Folk-Band „Gold Stone and Silver“.

Altes in neuem Gewand gab es bei Raum Traum an der Elisabethenstraße zu bewundern. Hier konnte man restaurierte Möbel, aber auch neu gestaltete Gegenstände wie Windlichte aus altem Glas, Kerzenhalter aus Euro-Paletten, Armreifen aus PET-Flaschen, Spiegel aus alten Fensterrahmen oder eine ausgediente Leiter als Handtuchhalter erstehen. „Bei allem, was wir machen, geht es um nachhaltiges Upcycling“, sagt die gelernte Schneiderin und Modedesignerin Elke Fürwitt. „Unsere Überzeugung ist, dass Altes wunderbar mit Neuem kombinierbar ist und zusammen ein schönes Bild ergibt.“

Bei den „Schätzen des Westens“ gewähren Kreative jedes Jahr Einblicke in ihre Kunst, ihr Design oder ihr Handwerk. Gastronomische Betriebe bieten an diesem Erlebnistag besondere kulinarische Leckerbissen an. Zum ersten Mal wurden die „Schätze des Westens“ im September 2005 veranstaltet. Eine kleine Gruppe von Künstlern und Kunsthandwerkern rund um die Vogelsangstraße hatte sich damals zusammengetan, um sich über Kooperationen und gemeinsame Aktionen Gedanken zu machen. Daraus entstanden die „Schätze des Westens“, die seither jedes Jahr immer zwei Wochen nach dem Ende der Sommerferien zum Stöbern und Einkaufen einladen. In diesem Jahr waren mehr als 40 Designer, Kunsthandwerker, Künstler, Galeristen und Gastronomen dabei, die ihre Werkstatt, ihr Atelier, ihre Galerie oder ihren Gastronomiebetrieb im Stuttgarter Westen betreiben.

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