Während des Umzugs am Samstag hatte es auch kurz geregnet. Foto: factum/Granville

Wegen der vielen Änderungen im Programmablauf war in diesem Jahr unklar, wie die Besucher das Traditionsfest annehmen werden. Jetzt steht fest: Es hat mehr Leuten gefallen als im vergangenen Jahr.

Markgröningen - Rudolf Kürner hat allen Grund, zufrieden zu sein. Aus seiner Sicht war der Schäferlauf in diesem Jahr ein voller Erfolg. Dabei hatte der Bürgermeister von Markgröningen dieses Mal allen Grund, vor dem Traditionsfest nervös zu sein. Denn selten wurden so viele Änderungen am Verlauf des Fests vorgenommen wie in diesem Jahr: Da waren zum Beispiel die verschärften Sicherheitsbestimmungen, die beispielsweise bewirkten, dass der Schäferlaufs-Umzug nicht mehr durch die Ostergasse verlief. Die Marktstände durften nach einer Pause im vergangenen Jahr jedoch wieder in die Gasse hinein. „Da haben sich die Händler sehr zufrieden gezeigt“, sagt Kürner.

Die Musik auf dem Marktplatz kam beim Publikum gut an

Beim Publikum gut angekommen sei auch das erweiterte Musikprogramm auf dem Marktplatz. Jeden Abend gab es Live-Musik, unter anderem von der Mittelalter-Band „Des Geyers schwarzer Haufen“. Das sei von den Besuchern „hervorragend angenommen“ worden, sagt Kürner.

Auch der Plakettenverkauf sei 2018 besser gelaufen als im Vorjahr: Mit knapp 13 000 Plaketten seien 1500 mehr als im Vorjahr verkauft worden – und das, obwohl das Wetter in diesem Jahr im Vorfeld nicht so vielversprechend aussah. Vor allem am Sonntag habe es aber „extrem viele“ Besucher gegeben, was laut Kürner auf das „perfekte Wetter“ zurückzuführen ist: viel Sonne, ein bisschen Wind, dazu passende Schäfchenwolken. Nur eine Sache trübt Kürners Bilanz: „Es hätte ja nicht gerade während des Festumzugs regnen müssen“.

94 Autos mussten abgeschleppt werden

Auch die Polizei zeigt sich nach dem Schäferlauf, der traditionellerweise am Montagabend mit einem Feuerwerk endete, „vollumfänglich zufrieden“, wie es in einem Post auf der Facebook-Seite der Polizei Ludwigsburg heißt. So seien 60 Beamten knapp 500 Stunden im Einsatz gewesen. Dokumentiert wurden insgesamt nur sechs Straftaten, darunter eine Körperverletzung Sonntagnacht sowie ein Fall von Trickbetrügern, die einem 41 Jahre alten Mann das Geld aus der Brieftasche zogen. Wegen Falschparkens musste die Polizei hingegen 94 Autos abschleppen lassen.

Für die Zukunft möchte Kürner nun erst mal nichts ändern. Bei einem Traditionsfest könne man nur „behutsame“ Veränderungen vornehmen. Die Stadt zahlt beim Schäferlauf jährlich bis zu 300 000 Euro drauf. Eine Arbeitsgruppe soll Einsparpotenziale finden. „Wir hatten aber nie vor, das Programm herunterzufahren“, sagt Kürner. Er wählt lieber den anderen Weg: Man müsse das Programm durch Verbesserungen attraktiver machen, so dass wieder mehr Besucher kämen.

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