Showmaster Thomas Gottschalk (Foto) hegt keinen Gram gegen Bernd Fritz. Foto: dpa

Bernd Fritz landete bei 1988 bei „Wetten, dass...“ einen der größten Coups der deutschen TV-Geschichte. Der damals veralberte Thomas Gottschalk nahm es, damals wie heute, sportlich.

Berlin - Nach dem Tod des Journalisten und Satirikers Bernd Fritz hat der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderater Thomas Gottschalk (66) dessen wohl berühmtesten Scherz gewürdigt. Fritz habe sich mit der Buntstift-Wette ins „kognitive Gedächtnis der Deutschen gemogelt“, sagte Gottschalk am Dienstag der „Bild“. Der damalige Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“ hatte sich 1988 unter falschem Namen als Kandidat in die Sendung geschummelt und Gottschalk und seinem Millionenpublikum weisgemacht, er könne die Farbe von Buntstiften erschmecken.

Übel nahm Gottschalk Fritz den Scherz nach eigenem Bekunden nicht. Der Journalist habe seinen Job gemacht, „ich war ihm deswegen nie gram und muss nun traurig zur Kenntnis nehmen, dass sich auch ein Spaßvogel nicht ewig durchmogeln kann“. Fritz war 1987 bis 1990 „Titanic“-Chefredakteur und schrieb außerdem für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Nach Angaben seiner ehemaligen Arbeitgeber starb er am Ostersonntag im Alter von 71 Jahren.

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