Sascha Heyna geht es nach seinem "Promi Big Brother"-Exit am Sonntag "großartig". Foto: SAT.1

Sascha Heyna hat "Promi Big Brother" am Sonntagabend hinter sich gelassen. Im Interview spricht er über sehr dominante Persönlichkeiten, feinfühlige Familienväter und einen echten Ehrenmann.

Für TV-Moderator und Sänger Sascha Heyna (45) ist das Abenteuer "Promi Big Brother" vorbei. Er wurde an Tag 17 von seinen Mitstreitern auf die Nominierungsliste gesetzt und von den Zuschauern nach Hause geschickt. Den Abschied aus dem diesjährigen Märchenland trägt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news mit Fassung. Es sei "ein Spiel, nichts anderes", sagt er. Dennoch wünsche sich der 45-Jährige, dass es am Ende einen würdigen Sieger gibt: Werner Hansch (82).

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Wie geht es Ihnen nach dem Auszug?

Sascha Heyna: Mir geht es großartig. Es wäre gelogen, würde ich sagen, ich wäre gestern nicht auch fünf Minuten enttäuscht gewesen. Aber der Wiedersehensdrang mit Markus war dann doch größer und ich wurde übermannt von meinen Gefühlen. Ich habe bis heute Morgen um 6 Uhr mit Markus bei uns in der Küche gesessen und geredet. Die Nacht war daher sehr kurz, aber ich habe sehr tief und großartig geschlafen. Ich bin stolz, dass ich nicht freiwillig ausgestiegen bin, sondern gewartet habe, bis ich hinausbefördert wurde.

Hatten Sie denn jemals mit dem Gedanken gespielt, freiwillig auszusteigen?

Heyna: Nein, überhaupt nicht. Das war mein Anspruch an mich selbst. Ich habe gesagt, das ist mein Experiment und habe mir zum Ziel gesetzt, das Ding durchzuziehen. Ein freiwilliger Ausstieg stand für mich wirklich niemals zur Debatte.

Gestern wurden Sie von Ihren Mitstreitern offen nominiert. Fühlen Sie sich hintergangen?

Heyna: Für mich ist "Promi Big Brother" ein Spiel, nichts anderes. Und Nominierungen gehören nun mal dazu. Es ist nicht das wahre Leben und ich werde weder jemandem böse deswegen sein, noch bin ich nachtragend. Alles andere wäre Blödsinn. Allerdings muss ich sagen, war ich gestern bei der einen oder anderen Nominierung doch recht überrascht.

Emmy Russ wollte ursprünglich Katy Bähm nominieren, hat sich öffentlich aber nicht getraut. Ist Katy eine solche Respektsperson im Märchenland?

Heyna: Es ist definitiv so. Katy Bähm ist eine sehr starke und sehr dominante Persönlichkeit. Und es kann natürlich schon unangenehm werden, wenn man sich gegenseitig nominiert und dann noch fünf Tage auf engstem Raum zusammenleben muss. Dennoch will ich auch betonen, dass Katy eine sehr liebenswürdige Persönlichkeit ist. Auch wenn sie mich gestern nominiert hat, wünsche ich mir trotzdem, dass wir uns irgendwann in Berlin verabreden und um die Häuser ziehen. Ich glaube, wir würden sehr viel Spaß miteinander haben.

Sie haben sich vor Ort mit allen gut verstanden. Hatten Sie besondere Bezugspersonen?

Heyna: Für mich war es immer ganz wichtig, einen Anker zu haben. Das war für mich von Anfang an Udo [Bönstrup]. Wir haben direkt gemerkt, dass wir ziemlich gleich ticken und dass wir auf einer Ebene sind. Gleiches galt für Aaron [Königs] in den vergangenen Tagen. Und natürlich meine kleine Emmy. Da will ich um Gottes Willen niemals den Begriff "Vatergefühle" verwenden, aber so ein bisschen ein Beschützerinstinkt kam da definitiv in mir hoch. Die größte Überraschung für mich war aber Ikke Hüftgold. Unter dieser Perücke steckt ein großartiger, wunderbarer, intelligenter, sehr feinfühliger Familienvater, den ich da definitiv nicht erwartet habe.

Udo Bönstrup sagte nach seinem Auszug, er sei von "lauter Assis" umgeben gewesen. Können Sie diese Aussage nachempfinden?

Heyna: Die Wortwahl ist schon sehr hart. Aber natürlich ist es eine Herausforderung, auf engstem Raum mit Menschen zusammen zu sein, mit denen man nicht viele Gemeinsamkeiten hat und die alle in verschiedenen Welten leben. Da kann ich Udo schon sehr gut verstehen. Ich habe ja auch immer wieder versucht, ihn davon zu überzeugen, dass er das alles nicht so ernst nehmen soll. Sobald dich das Spiel aber mental angreift und nicht mehr gesund für dich ist, solltest du dir dann doch überlegen, ob es das alles wert ist. Udo hatte das große Glück, dass ihm sozusagen seine Entscheidung abgenommen wurde.

Wovon haben Sie sich im Märchenland herunterziehen lassen?

Heyna: Ich bin insgesamt ein sehr positiver Mensch, dem die Sonne aus dem Hintern scheint. Aber ich bin auch ein absoluter Morgenmuffel. Es war für mich also die Höchststrafe am Morgen: Licht an, Musik dröhnt. Und besser gegessen habe ich auch schon.

Wer hat Ihrer Meinung nach die größten Chancen auf den Sieg?

Heyna: Ich kann auf jeden Fall sagen, wem ich den Sieg am meisten gönne. Das ist definitiv Werner. Mit ihm haben wir einen 82-jährigen Mann, eine Reporter-Ikone, der sich ins Fernsehen stellt und sagt: "Ich habe eine Dummheit begangen. Durch meine Spielsucht habe ich alles verloren." Wäre Werner 30 Jahre alt, würde ich sagen, er solle sich auf seinen Hosenbund setzen, arbeiten und das Geld wieder reinholen. Zu einem 82-Jährigen ist das ein bisschen schwierig zu sagen. Werner ist aber ein Ehrenmann. Er hebt nicht den Finger und meldet Insolvenz an, sondern möchte die Schulden zurückzahlen. Dafür geht er durch dieses Projekt und gibt einfach alles. Wer so eine Strapaze in so einem Alter auf sich nimmt, der muss belohnt werden. Für mich ist Werner jetzt schon ein Gewinner.

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