Ein Platz zum Sandeln: An der Böblinger Straße in Kaltental ist ein neuer Kindergarten geplant. Details stehen noch nicht fest. Foto: dpa/Uwe Anspach

Im Rahmen des Sanierungsprogramms wird der Mangel an Betreuungsplätzen gemindert. Und es gibt noch viele weitere Projekte.

Kaltental - In den vergangenen Jahren sind viele junge Familien nach Kaltental gezogen. Das hat nicht nur zu räumlichen Engpässen an der Schule geführt. Auch beim Thema Kindergartenplätze gehen Angebot und Nachfrage auseinander, was freilich auch mit dem steigenden Bedarf von Eltern an Plätzen für Kleinkinder und im Ganztagsbereich zu tun hat. Das Jugendamt jedenfalls sieht die Notwendigkeit, einen drei- bis fünfgruppigen Kindergarten neu im Stadtteil zu bauen.

Seit 2018 ist Kaltental offiziell ein Sanierungsgebiet. Das bedeutet, dass die Stadt Fördermittel vom Bund und vom Land bekommt, um den Ort schöner und lebenswerter zu machen, Im Rahmen dieses Projekts soll auch der neue Kindergarten entstehen. Federführend ist das Amt für Stadtplanung und Wohnen.

Der Stadt fehlt noch ein Stück Fläche

Gebaut werden soll auf einer Fläche an der Böblinger Straße in der Nähe der Fußgängerbrücke. Die Stadt Stuttgart besitzt dort bereits Grundstücke. Doch der dritte für den Bau der Kita erforderliche Grundstücksteil ist noch in Privatbesitz. „Der Eigentümer ist verkaufswillig“, sagt die städtische Pressesprecherin Nora Lenz-Gaspary. Die Verwaltung ermittle derzeit die Kosten für den Erwerb.

Es gebe auch bereits einen ersten Entwurf für einen Bebauungsplan. „Das Verfahren soll gestartet werden, wenn der dritte Grundstücksteil definitiv gesichert ist. Dann kann auch die Arbeit am Raumprogramm und die Abstimmung mit den Fachämtern fortgeführt werden“, sagt die Pressesprecherin. Genauere Angaben zu dem neuen Kindergarten wie die genaue Größe, die Kosten und den künftigen Träger seien aktuell noch nicht möglich.

Verschiedene Projektgruppen entwickeln Ideen

Ursprünglich standen für das Sanierungsgebiet Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte diese im Februar dieses Jahres noch einmal um 1,8 Millionen Euro aufgestockt.

Doch es geht nicht nur ums Geld. Seit einiger Zeit hat der Stadtteil eine eigene Internetseite. Dort finden sich allgemeine Informationen zum Projekt und Berichte aus den verschiedenen Arbeitsgruppen, die sich bereits gebildet haben.

So widmet sich zum Beispiel die Projektgruppe Geschichte der mehr als 900 Jahre langen Historie des Stadtteils und will diese eventuell auch sichtbar machen. Die Gruppe Verkehr und Mobilität traf sich zuletzt im April dieses Jahres – selbstverständlich virtuell, und diskutierte über mögliche Verbesserungen an der Böblinger Straße. Ein weiteres Thema ist die ehemalige BW-Bank am Dreiecksplätzle. Das Gebäude gehört mittlerweile der Stadt. Nun sind Ideen gefragt, wie die Räume mittel- und langfristig genutzt werden könnten. Aktuell befind sich dort ein Corona-Schnelltestzentrum.

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