Halbzeit bei der Sanierung der Stadtkirche: Im Dezember soll alles fertig sein. Foto: Iris Frey

Im Frühjahr 2023 hat die Renovierung der Cannstatter Stadtkirche begonnen. Zur Halbzeit liegen die Bauarbeiten im Plan – allerdings verursachen neue entdeckte Schäden am Kupferdach eine Verzögerung.

Im Frühjahr 2023 hat die Renovierung der Cannstatter Stadtkirche begonnen. Jetzt, zur Halbzeit, teilen Dekan Eckart Schultz-Berg und Stadtkirchenpfarrer Alexander Stölzle mit, dass das Bauvorhaben bislang im Plan ist. Die Kosten liegen derzeit 2,43 Millionen Euro. Die Bauarbeiten hätten sich jedoch zeitlich etwas verzögert, denn für die Befestigung der Dachbalken sei noch eine extra Konstruktion, eine Art Metallschutz, nötig gewesen, damit die Balken gut fixiert werden können. Und zwar an den Stellen, wo Holz auf Mauerwerk aufliegt, sagte der Dekan. Das Kirchendach sei vor Weihnachten fertig geworden. Doch die Planung und der Bau der Konstruktion für die Dachbalken habe für etwa sechs bis acht Wochen Verzögerung gesorgt. Deshalb sei das Gerüst an der Marktstraße noch nicht abgebaut.

 

Neue Schäden in 55 Metern Höhe am Turmdach

Zudem ist ein neues Problem aufgetreten: Oben am Kupferdach, auf dem 55 Meter hohen Turm entdeckten die Arbeiter feine Haarrisse und ein Loch, hervorgerufen vermutlich durch hohe Temperaturunterschiede und Wind. Dies müsse nun noch genau untersucht werden und dafür müsse das Gerüst am Turm noch höher gebaut werden. „Wir wollen mit der Sanierung der Stadtkirche Ende Dezember diesen Jahres fertig sein“, sagt Schultz-Berg.

Die Sanierung des Gemäuers am Turm sei zur Hälfte fertig. Am Turmumgang sei der Bedarf besonders groß, denn dort seien die Kragplatten aus Beton defekt, auf denen das Metallgeländer montiert war. Sie müssen ersetzt werden. Auch Kreuzblumen und Knospen an der Kirche waren beschädigt und wurden in der Werkstatt des Steinmetzen Christoph Melchior erneuert.

Vor Ostern soll Gerüst in Marktstraße weg

Noch vor Ostern soll das Gerüst in der Marktstraße entfernt werden. Als nächstes muss noch die restliche Hälfte des Turms saniert werden, eventuell das Kupferdach und der Chor sowie die bunten Glasfenster überarbeitet werden. Das Turmgeländer ist derzeit bei einer Schlosserei in Urbach. Es sei etwa in sechs Wochen fertig, sagt Schultze-Berg. Auch die Zeiger und Zifferblätter der Turmuhren werden erneuert. Doch erst muss das Gerüst abgebaut sein. Und das hängt wiederum davon ab, was mit dem Kupferdach geschieht. Die Bauarbeiten werden auch aus Spenden finanziert: 360 000 Euro sind an Spenden nötig, davon sind bereits rund 190 000 Euro eingesammelt. Mit Benefizkonzerten versucht die Kirchengemeinde weitere Spenden zu bekommen. Auch mit einem Sternen-Gottesdienst am Sonntag, 17. März, um 11 Uhr mit dem Daimler-Chor.