Sanierung am Kaffeeberg Ludwigsburg 40 Wohnungen im barocken Quartier

Von Ludwig Laibacher 

Höfe am Kaffeeberg: Am  ersten Kaffeehaus Ludwigsburgs  haben die Umbauarbeiten begonnen. Foto: factum/Granville
Höfe am Kaffeeberg: Am ersten Kaffeehaus Ludwigsburgs haben die Umbauarbeiten begonnen. Foto: factum/Granville

Der Neu- und Umbau am Kaffeeberg hat begonnen. Auf dem ehemaligen Polizeiareal gegenüber dem Ludwigsburger Schloss soll ein Prestigeobjekt entstehen – mit Höfen als Orten der Begegnung.

Ludwigsburg - Das Dach des alten Kaffeehauses ist zur Hälfte abgedeckt, und die Fassade bröckelt: Auf dem ehemaligen Polizeiareal gegenüber dem Ludwigsburger Schloss haben die Bauarbeiten begonnen. Das Kaffeehaus sowie der Grafen- und der Gesandtenbau werden saniert, im Karree dahinter wird ein neues Wohnquartier gebaut. Ende 2018 will die Kasseler Investorengesellschaft Immovation, die auch das Kornwestheimer Salamander-Areal revitalisiert hat, mit den Sanierungen fertig sein. Im Sommer 2019 sollen die ersten Mieter ihre Wohnungen beziehen.

Strenge Vorgaben des Gestaltungsbeirats

Auf einer Grundfläche von 4000 Quadratmetern entstehen die Höfe am Kaffeeberg, wie das neue Wohngebiet seit den ersten Planskizzen heißt. Es umfasst den Bereich zwischen Schlossstraße und Schmiedgässle sowie Kaffeeberg und Marstallstraße. Als besondere Merkmale hebt die Investorengruppe drei Wohnhöfe hervor, die Orte der Begegnung für Bewohner und Besucher werden sollen. Insgesamt entstehen sieben Wohnhäuser mit 40 Eigentumswohnungen und Tiefgaragen. Angeboten werden Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und Wohnflächen von 47 bis 155 Quadratmetern. Auch mit dem Abriss von Gebäuden im Schmiedgässle und im rückwärtigen Bereich des Grundstücks wurde bereits begonnen.

Wäre es allein nach dem Willen der vom Investor beauftragen Architekten Globald Conzept gegangen, sähe das Neubauquartier anders aus. In ersten Entwürfen waren die Innenhöfe so konzipiert, dass sie schwer zugänglich für Besucher und sehr lichtarm waren. Auch die unteren Wohnungen hätten nur wenig Tageslicht abbekommen, und vom historischen Erbe wäre wenig übrig geblieben. So aber hat der Ludwigsburger Gestaltungsbeirat eingegriffen und die Planer wiederholt zur deutlichen Überarbeitungen gezwungen.

Kein Café im Kaffeehaus

„Der neu gestaltete Innenbereich des Areals ist dem Wohnen vorbehalten. In den beiden denkmalgeschützten Gebäuden und dem ehemals ersten Kaffeehaus in Ludwigsburg entlang der Schlossstraße ist dagegen eine gewerbliche Nutzung vorgesehen“, erläutert Sascha Engelmann, der Geschäftsführer von Global Conzept. Der Investor möchte die Räume dort Büros, Ateliers und Dienstleister vermieten.

Der ursprüngliche Plan, im Kaffeehaus auch wieder ein Café anzusiedeln, wurde aufgegeben. Die historischen Gebäude Grafen- und Gesandtenbau werden in Abstimmung mit dem Denkmalamt saniert. Immovation hat bereits mit der Vermarktung der künftigen Wohnungen am Kaffeeberg begonnen.

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