Nicht nur Profis wie hier, sondern auch Gelegenheitssänger, die sonst nur unter der Dusche trällern, sind beim Tag des offenen Singens gern gesehen – und gehört. Foto:  

Wenn an diesem Sonntagnachmittag bei der Veranstaltung „Das Remstal singt“ erstmals alle 16 Gartenschau-Kommunen zeitgleich ihre stimmkräftigen Einwohner auf die Beine bringen – dann wird die sangesfreudige Stadt Fellbach mit ihren vielen Chören besonders viele Akteure aufbieten.

Fellbach - Na, das wäre doch gelacht, oder besser geschmettert: Wenn an diesem Sonntagnachmittag bei der Veranstaltung „Das Remstal singt“ erstmals alle 16 Gartenschau-Kommunen zeitgleich ihre stimmkräftigen Einwohner auf die Beine bringen – dann wird die sangesfreudige Stadt Fellbach mit ihren vielen Chören besonders viele Akteure aufbieten.

Los geht’s überall um 15 Uhr

Eingeladen sind, wie das Organisationsbüro der Remstal-Gartenschau erklärt, alle: „Hobbysänger, Chöre, Wandergruppen, die Gelegenheitssängerinnen und -sänger unter der Dusche und ganz besonders all diejenigen, die glauben, dass sie gar nicht singen können.“ Los geht’s überall um 15 Uhr.

Das Besondere: Zum Höhepunkt des Sangesreigens um 16.55 Uhr wird von allen Bühnen herunter das gleiche Lied angestimmt. Vier Songs standen beim kürzlich beendeten Online-Voting zur Wahl: „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Hey Jude“ von den Beatles, „We are the World“ von USA for Africa und Friedrich Silchers Klassiker „Muss i denn zum Städtele hinaus?“ Knapp 3000 Menschen haben sich an der Abstimmung beteiligt, berichtet Gartenschau-Pressefrau Claudia Ingelmann. And the winner is? Nun, der mit klarer Mehrheit gewählte Song steht zwar fest, wird aber erst wenige Sekunden vor dem gemeinsamen Gesangsstart verkündet. Die jeweiligen Chorleiter wissen angeblich zwar schon Bescheid, seien aber zum Stillschweigen verdonnert, heißt es.

In Fellbach lockt der Bereich vor dem Stadtmuseum an der Hinteren Straße

Dass Fellbach sicher mit besonders vielen Sangesfans aufwarten kann, ergibt sich schon daraus, dass es hier gleich zwei Schauplätze gibt. Da ist zum einen der Otilia-Frech-Platz neben dem Großen Haus in Schmiden. Im Rahmen des dortigen Sommerfests des Vereins Kultour sind gleich drei Chorleiter mit ihren Sangeskräften vor Ort: Nele Gerhard mit dem Eltern-Plus-Chor „Gustaphon“ Schmiden, Beatrix Steinhübl mit dem Gospelchor „Joy and Light“ aus Fellbach und Kai Müller mit der Concordia Schmiden und seiner Chorgemeinschaft.

In Fellbach lockt der Bereich vor dem Stadtmuseum an der Hinteren Straße. Alfons Scheirle dirigiert den „Museumschor“. Als langjähriger Chorleiter „weiß der renommierte Vollblutmusiker stets die Freude am Gesang hervorzuzaubern“, sagt Museumsleiterin Ursula Teutrine. Im Repertoire sind bekannte und beliebte Volkslieder, Textblätter werden ausgegeben. Und somit auch die Zeilen des Spitzenreiters. Ursula Teutrine hat selbst mitgestimmt, für „Über den Wolken“.

Auch in Kernen dürften die Schallwellen beeindruckend sein. Schließlich findet das Sangestreffen dort im Rahmen des Jahresfests der Diakonie Stetten statt. Das inklusive Mitsingen bekannter Lieder im Schlosspark gestalten das Duo „Parisi Schützinger“ aus Stetten, der Gesangverein Liederkranz aus Rommelshausen und der moderne Chor des Gesangvereins Frohsinn aus Stetten.

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