Schwere Waldbrände bedrohen den beliebte Yosemite-Naturpark in Kalifornien. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsazt. Doch die Flammen breiten sich weiter aus. Foto: dpa

In Kalifornien haben die heftigen Brände mittlerweile den berühmten Yosemite-Nationalpark erreicht. Auch in Portugal und Spanien wüten Flammen. In Portugal starb eine Feuerwehrfrau im Einsatz.  

San Francisco/Lissabon/Madrid - Verheerende Waldbrände wüten in Kalifornien und auf der Iberischen Halbinsel. In der Nähe des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien breiteten sich die Flammen am Freitag rasant aus. Zeitweise gab es 150 Brandherde. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand aus, was rasch zusätzliche Gelder und Helfer mobilisieren sollte. Mittlerweile haben die Brände den Yosemite-Park erreicht. Auch in Spanien ließen Waldbrände die Feuerwehr nicht zur Ruhe kommen. Besonders schlimm war die Lage jedoch im Nachbarland Portugal, mit etwa fünf Großbränden im Norden und Zentrum des Landes. Bereits am Donnerstag war in Portugal eine 22 Jahre alte Feuerwehrfrau ums Leben gekommen.

Hunderte Feuerwehrleute waren sowohl in den USA als auch in Portugal und Spanien im Einsatz. Mehrere Häuser wurden zerstört. Nach einem regenarmen Winter toben im trockenen Westen der USA in diesem Sommer ungewöhnlich viele Waldbrände. Auch in Spanien und Portugal erhöht extreme Trockenheit zurzeit die Brandgefahr. Im Süden und Zentrum Spaniens herrschen nach wie vor bis zu 40 Grad Hitze.

In Portugal waren vor allem die Bezirke Vila Real, Viseu und Castelo Branco betroffen. In der Gemeinde Tondela in Viseu, wo die Feuerwehrfrau gestorben war, wurde das Feuer am Freitag unter Kontrolle gebracht. Die Behörden schlossen Brandstiftung als Ursache einiger Feuer nicht aus. Die Polizei nahm am Freitag in Penajóia in Vila Real einen 51 Jahre alten Arbeitslosen als mutmaßlichen Verursacher eines kleineren Feuers fest, womit sich die Zahl der in diesem Jahr Festgenommenen laut Behörden auf 38 erhöhte.

In Spanien gab es am Freitag in Galicien, im Nordwesten des Landes, zunächst noch vier größere Waldbrände. In zwei Dörfern, die am Donnerstag evakuiert worden waren, durften rund 200 Einwohner wieder zurück in ihre Häuser. Auch auf der Ferien-Insel Mallorca hatte es diese Woche auf knapp 500 Hektar gebrannt.

In Kalifornien haben die Brände den Yosemite-Nationalpark erreicht

In Kalifornien haben die heftigen Brände mittelerweile den berühmten Yosemite-Nationalpark erreicht. Die Flammen würden am nordwestlichen Rand des beliebten Touristenziels wüten, teilte Park-Sprecher Scott Gediman am Freitag (Ortszeit) dem Radiosender KCBS mit. Das Yosemite-Tal mit seinen spektakulären Granitfelsen und Wasserfällen ist aber weiter für Besucher zugänglich. Allerdings ist eine der Zufahrtsstraßen seit mehreren Tagen gesperrt.

Mehr als 2000 Helfer kämpften nach Mitteilung der Forstbehörde gegen die Brände in dem teils schwer zugänglichen Waldgebiet an. Trotz des tagelangen Großeinsatzes der Feuerwehr konnten die Brände am Freitag kaum eingedämmt werden. Über 400 Quadratkilometer Wald fielen den Flammen bereits zum Opfer. Schwarzer Rauch hängt seit Tagen über dem Ausflugsgebiet.

Viele Ortschaften und Campingplätze wurden evakuiert. Hunderte Bewohner und Touristen sind vor den Flammen geflüchtet. Nach Angaben der Behörden sind mehr als 4500 Häuser bedroht. Die Brände haben sich auch einem großen Stausee genähert, der den Raum San Francisco mit Wasser versorgt.

Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am vorigen Samstag westlich von Yosemite ausgebrochen. Nach einem regenarmen Winter toben in dem trockenen Westen der USA in diesem Sommer ungewöhnlich viele Waldbrände. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffene Region den Notstand aus. Mit dieser Maßnahme sollen rasch Gelder und zusätzliche Helfer für die Brandbekämpfung mobilisiert werden.

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