Ein Kind wird auf Samoa gegen Masern geimpft. Foto: dpa/Uncredited

Eine schlimme Masern-Epidemie hat auf dem Inselstaat bereits 24 Menschenleben gefordert. Schulen wurden geschlossen – zudem dürfen Kinder nicht mehr an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen.

Samoa - Bei einem verheerenden Masernausbruch im pazifischen Inselstaat Samoa sind 25 Menschen gestorben, alle bis auf eine Person junge Kinder. Fast 700 Menschen sind wegen der Erkrankung ins Krankenhaus gebracht worden, wie die Behörden am Montag mitteilten. Am Vortag habe es mehr als 140 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsminister Leausa Take Naseri. Rund 20 Kinder lägen mit schwerer Infektion auf der Intensivstation. Seit dem Ausbruch vor einem Monat sei die Zahl der gemeldeten Fälle auf etwa 2200 gestiegen.

Samoa hatte vor neun Tagen wegen Masern den Notstand ausgerufen. Seither sind alle Schulen geschlossen, Kinder dürfen nicht mehr an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen und Impfungen sind verpflichtend. Tausende Impfungen sind bereits ausgegeben worden.

Unter den 24 toten Kindern waren elf jünger als ein Jahr alt und andere jünger als fünf Jahre. Das erwachsene Todesopfer war zwischen 30 und 40.

Die Impfquote bei Kindern in Samoa ist nach Daten von Weltgesundheitsorganisation und Unicef stark eingebrochen. 2013 seien mehr als 70 Prozent geimpft gewesen, im vergangenen Jahr weniger als 30 Prozent.

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