Der Weltmeister Sami Khedira bei seinem Heimspiel in Fellbach-Oeffingen Foto: Sascha Sauer

Sami Khedira feiert eine WM-Party auf dem Tennwengert im Fellbacher Stadtteil Oeffingen, wo der Fußballplatz nach ihm benannt wird. „Ich weiß, was ich an Oeffingen habe. Wenn ich ein bisschen Ruhe brauche, komme ich hierher“, sagt der Fußball-Weltmeister über seinen Heimat.

Fellbach/Oeffingen - Der Stargast lässt auf sich warten. Am frühen Morgen erst ist Sami Khedira nach einem Südostasienurlaub mit Lena Gercke in Frankfurt gelandet. Während seine Modelfreundin zu Fernsehdreharbeiten nach Bremen weiterreist, macht sich der 27-jährige Fußball-Weltmeister aus Oeffingen vor einem weiteren Urlaub mit Freunden auf den Weg nach Fellbach. Um 10.20 Uhr trifft er dann im Rathaus ein und trägt sich zum zweiten Mal nach 2007 ins Goldene Buch der Stadt ein. „Ich komme immer wieder gerne zurück – aufs nächste Mal“, schreibt er.

Weil er 20 Minuten zu spät kommt und der baden-württembergische Staatssekretär Jürgen Walter im Rathaus eine etwas zu ausufernde Lobesrede hält, erreicht der für 11 Uhr angekündigte Sami Khedira erst um 11.20 Uhr das Sportgelände Tennwengert seines Heimatvereins TV Oeffingen, wo die WM-Party für ihn veranstaltet wird. Und weil er seit 24 Stunden auf den Beinen ist und eine Stärkung braucht, bekommt er im Clubheim erst einmal den vorab gewünschten Rostbraten serviert: „Ich weiß, was ich an Oeffingen habe. Wenn ich ein bisschen Ruhe brauche, komme ich hierher.“

Sami Khedira: „Ich bin stolz, ein Oeffinger zu sein“

Die 2000 Fans warten derweil geduldig, bis er um 11.45 Uhr die Bühne betritt. „Sami Khedira ist richtig cool“, sagt die 16 Jahre alte Alina Stark aus Oeffingen. „Er ist bodenständig geblieben und kommt immer wieder in seine Heimat, das finde ich sehr gut.“ Auch in das Schmidener Eiscafé Mario geht Sami Khedira immer wieder, wenn die Besuche auch seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu Real Madrid im Jahr 2010 naturgemäß weniger geworden sind. Den Besitzer Mario Giuliano, der hinter einer Absperrung in der VIP-Zone steht, umarmt der Star innig. „Ich kenne ihn von klein auf, ich war erst gestern noch bei seinem Vater und habe mit ihm geschwätzt – die Khediras sind ganz normale Leute, alle zusammen“, sagt der Mann mit den italienischen Wurzeln. Sein Sohn Nico zählte zu den ersten Mitspielern von Sami Khedira anno 1993 bei den F-Junioren des TV Oeffingen und ist einer der Glücklichen, die ein gemeinsames Bild mit dem Weltmeister bekommen.

Das Stadion auf dem Tennwengert trägt fortan den Namen des bekanntesten Sohns der Stadt: Sami-Khedira-Stadion. „Wenn mitten in der Karriere, vielleicht auf dem Höhepunkt, ein Stadion nach einem benannt wird, ist das etwas Besonderes“, sagt der gefeierte Nationalspieler: „Ich bin stolz, ein Oeffinger zu sein.“ Und die Oeffinger sind stolz auf ihn, etwa der TVOe-Abteilungsleiter Michael Bren: „Insgesamt 89 Spieler waren bei den vier deutschen WM-Siegen im Kader dabei, 71 sind zum Einsatz gekommen, und einer davon ist vom TV Oeffingen – das ist doch der Hammer.“

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