Die Gruppe Basilikum ist eine von sechs Kochgruppen. Foto: Julia Bosch

Das Projekt „Salz und Suppe“ hat begonnen. 36 Anwohner aus Stuttgart-Birkach und der näheren Umgebung kochen, essen und diskutieren an vier Abenden miteinander. Wir waren beim Kennenlernen dabei.

Birkach - Um Menschen für sein Projekt zu begeistern, hat sich Peter Hitzelberger an einem Samstagmorgen vor die Bäckerei Treiber in Birkach gestellt. „Nirgendwo sonst stehen die Menschen so lange an“, sagt er und schmunzelt. Die Wartezeit der Kunden hat er genutzt, um einen ganzen Rucksack voller Flyer zu verteilen und den Leuten von „Salz und Suppe“ zu berichten. Dahinter steckt die Idee, dass Menschen aus unterschiedlichen Milieus aufeinandertreffen, kochen, essen und über bestimmte Themen sprechen – etwa über Verbesserungen für den Stadtbezirk, das Zusammenleben von jungen und älteren Menschen oder das Teilen.

Insgesamt haben sich 36 Personen für das Projekt angemeldet. Peter Hitzelberger ist damit zufrieden. Ursprünglich hatte er sich das Ziel gesetzt, zehn Kochgruppen mit jeweils sechs Leuten zu finden – doch dies war ambitioniert, wie er zugibt: „Ich bin nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil“, sagt er. Hitzelberger hat seit einem halben Jahr eine 25-Prozent-Stelle für das Pallotti-Areal im Birkacher Norden. Seine Aufgabe ist es, Ideen für die kleine Siedlung zu entwickeln, die dort derzeit entsteht. Außerdem hat er es sich zum Ziel gesetzt, die Birkacher besser miteinander zu vernetzen; das Kochprojekt soll einen Teil dazu beitragen.

Schnell finden die Teilnehmer Gesprächsthemen

Am Freitagabend war die Auftaktveranstaltung von „Salz und Suppe“. Nach einigen Kennenlernspielen sollten sich die sechs Gruppen – die allesamt nach Suppenzutaten benannt wurden – kennenlernen und die ersten Termine für die vier Kochabende festlegen. Zumindest in der Kochgruppe mit dem Titel Basilikum hat dies erstaunlich gut geklappt – und auch Gesprächsthemen waren schnell gefunden.

So kommt eine der Teilnehmerinnen, Tatiana Grossman, gebürtig aus Russland. Weil eine andere, Pia Veit, Wurzeln auf der Krim hat, waren die beiden sofort in ein Gespräch über russische Spezialitäten verwickelt. Stefanie Tauchmann wiederum kennt Tatiana Grossman, weil deren Kinder gemeinsam im Pallotti-Kindergarten waren. Und Norbert Veit stellte die Frage in den Raum, wo eigentlich all die Studenten abends weggehen, die in Birkach leben. Zumindest beim Kennenlernen macht es den Eindruck, als würden ihnen die Gesprächsthemen in den kommenden Wochen nicht ausgehen.

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