In dieser Jugendherberge nahe der hessischen Stadt Fulda wollten sich die Salafisten ursprünglich treffen. Foto: StN

Salafisten aus Deutschland und Bosnien werden sich nun doch nicht in Erfurt treffen.

Erfurt - Der Vorstand des Internationalen Islamischen Kulturzentrums Erfurt hat kurzfristig ein für kommendes Wochenende geplantes Islamistenseminar abgesagt. Nachdem unsere Zeitung und der MDR am Samstag über den Islamworkshop des Braunschweiger Salafisten Mohammed Seyfundin Ciftci berichteten, entschloss sich der Vorstand der Moschee, die Veranstaltung abzusetzen. Es wurden 200 Besucher aus Deutschland und Bosnien-Herzegowina erwartet.

Eine Sprecherin des thüringischen Verfassungsschutzes sagte unserer Zeitung, dass solche Seminare "für eine ganze Reihe von Personen aus dem islamistisch-terroristischen Spektrum einen Baustein in ihrer Radikalisierungsbiografie" darstellten. Bei solchen Zusammenkünften würde ein Islamverständnis vermittelt, das mit Forderungen wie nach einem islamischen Staats- und Rechtswesen oder der Ungleichbehandlung von Mann und Frau im Widerspruch zur freiheitlichen-demokratischen Grundordnung stehe.

Bundesweit wird die Zahl der Salafisten auf 3000 bis 5000 Personen geschätzt.

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