Nicht alle mögen Rosenkohl, dabei steckt in dem Wintergemüse allerhand Gutes. Foto: Gottfried Stoppel

Rosenkohl steht im Januar auf vielen Speiseplänen – zurecht: Das Wintergemüse ist nicht nur eine Vitaminbombe, sondern auch gut für die Nerven. Wissenswerte Zahlen und Fakten zu den kleinen, grünen Röschen im Überblick.

Stuttgart - Die Verbraucher haben regionale und damit saisonale Produkte wieder entdeckt. Davon profitiert auch die Vitaminbombe Rosenkohl, die nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern unter anderem gut ist für stabile Nerven.

1. Anbaugebiet: Rosenkohlhochburg Rommelshausen

Die Anbaufläche für Rosenkohl ist in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden. Nach Angaben des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg und Hessen wurde 2011 noch auf 69 Hektar Rosenkohl angebaut. Inzwischen wachse das Wintergemüse nur noch auf 50 Hektar im Land; davon liegen 15 Hektar in Rommelshausen. Jährlich werden etwa 2000 Tonnen geerntet. Damit werden etwa 15 Prozent des Verbrauchs abdeckt. Ansonsten wächst Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, in Frankreich und Großbritannien.

2. Herkunft: Erste Hinweise 1587

Belgien gilt als das Herkunftsland des Rosenkohls. Das Wintergemüse heißt deshalb auch Brüsseler Kohl. Erste Hinweise auf den Anbau von Rosenkohl gibt es aus dem Jahr 1587. Erst im 19. Jahrhundert breitete er sich dann in Europa aus.

3. Inhaltsstoffe: Eine echte Vitaminbombe

Rosenkohl ist ballaststoffreich, ein pflanzlicher Eiweißlieferant und obendrein eine echte Vitaminbombe. Mit 100 Gramm Rosenkohl deckt man den kompletten Tagesbedarf an Vitamin C. Das Gemüse enthält außerdem Vitamin K, Eisen und Folsäure. Damit stärkt es nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch gut bei Konzentrationsstörungen und belasteten Nerven. Studien haben zudem gezeigt, dass Rosenkohl vor krebserregenden Substanzen schützt und entzündungshemmend wirkt. Kindern schmeckt Rosenkohl oft nicht wegen seiner Bitterstoffe, auf die der Nachwuchs sehr empfindlich reagiert.

4. Lagerung: Frische Zubereitung ist empfehlenswert

Beim Kaufen sollte man darauf achten, dass der Rosenkohl schön grün, dicht geschlossen und knackig ist. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist er ein paar Tage haltbar, besser ist es aber, ihn frisch zuzubereiten. Rosenkohl sollte aber nicht neben Obst oder Tomaten aufbewahrt werden: Sonst welken die kleinen Knollen noch schneller.

5. Zubereitung: Mit Eiswasser bleibt die Farbe erhalten

Vor dem Garen sollte man die äußeren Blätter des Rosenkohls entfernen und den Strunk kreuzweise einschneiden. Das sorgt dafür, dass das Gemüse gleichmäßig gegart wird. Damit der Sprossenkohl schön grün und knackig bleibt, sollte er nach dem Garen kurz in Eiswasser abgeschreckt werden. Rosenkohl kann man auch roh essen, etwa fein gehobelt mit einem Dressing als Salat: Der Vitamin-C-Gehalt bleibt dann voll erhalten.

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