Der Feldsalat hat den Kopfsalat längst überholt. Foto: Achim Zweygarth

In den 70er Jahren war Salat gleichbedeutend mit Kopfsalat. Das hat sich gewandelt. Unumstrittene Nummer eins ist aber der Feldsalat, und zwar nicht nur an Weihnachten.

Stuttgart - Der Feldsalat ist mittlerweile zum beliebtesten Salat in Deutschland aufgerückt. Die Anbaufläche hat in den vergangenen Jahren kräftig zugenommen.

1. Baden-Württemberg ist Salatland

Deutschlandweit wird Salat im Freiland und im Gewächshaus auf 14 300 Hektar angebaut. Baden-Württemberg ist mit 2500 Hektar hinter Rheinland-Pfalz (3500 Hektar) Salatland Nummer zwei. Das gilt auch für den Feldsalat (717 Hektar), wo nur Rheinland-Pfalz mit 1036 Hektar mehr Fläche kultiviert.

2. Der Kopfsalat hat Konkurrenz

Absteiger
In den 70er Jahren bedeutete Salat im Wesentlichen Kopfsalat. Noch 1981 waren fast 70 Prozent der Salatflächen für ihn reserviert. Für Abwechslung sorgten in den Wintermonaten lediglich Feldsalat (19 Prozent) und Endivie (8 Prozent). Andere Salatsorten wurden statistisch nicht einmal einzeln ausgewiesen. Das habe sich stark gewandelt, stellt Anette Hartmann vom Referat Landwirtschaft im Statistischen Landesamt fest. Neue Züchtungen und Veränderungen in den Ernährungstrends hätten den Salatmarkt in Bewegung gebracht. Eissalat, Lollo, Eichblatt, Romana oder Rucola hätten heute nennenswerte Anteile. Demgegenüber sank der Anteil des Kopfsalats an den Anbauflächen auf elf Prozent. Die Nachfrage nach Feldsalat stieg. Er belegt mittlerweile 31 Prozent der Salatflächen.

3. Rund um Stuttgart wächst besonders viel

Der mit Abstand wichtigste Salatkreis befindet sich laut dem Statistischen Landesamt vor den Toren Stuttgarts. Im Kreis Esslingen werden auf fast 500 Hektar Salate im Freiland kultiviert. Das entspricht etwa einem Fünftel der baden-württembergischen Salatflächen. Die meisten Salatköpfe entfallen auf den Eissalat, es folgen Kopfsalat, Eichblatt und Lollo. Im benachbarten Rems-Murr-Kreis befinden sich die Spezialisten für Rucola, während die Salatbauern im Kreis Heilbronn auf Endivie, Lollo und Radicchio setzen. Der Feldsalat wird hingegen vor allem in der Oberrheinebene zwischen Ortenau und Schweizer Grenze angebaut. Hier liegen zwei Drittel aller Flächen.

4. Ludwigsburg liegt bei der Gewächshausfläche vorne

Die guten Vermarktungsmöglichkeiten seien ein wichtiger Grund für die starke Stellung der Region Stuttgart im Salatanbau. Die wohl bekanntesten Salatproduzenten des Landes auf der Insel Reichenau folgen erst weiter hinten. Bei der Gewächshausproduktion haben sie allerdings mit 16 Prozent einen großen Anteil an der Gesamtfläche. Geschlagen werden sie in dieser Disziplin lediglich vom Kreis Ludwigsburg. Dort werden noch mehr Salate unter geschützten Flächen produziert. Sein Anteil liegt bei 22 Prozent. Beim Feldsalat ist Ludwigsburg bei den Gewächshausflächen sogar führend.

5. Was es sonst so gibt

Und sonst?
Der Winter ist Kohlzeit. Das gilt auch für den Dezember. Auf dem Erntekalender stehen außerdem Pastinake, Steckrüben, Schwarzwurzel und Lauch.

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