Pellegrino Matarazzo kann sich freuen. Der Trainer des VfB Stuttgart hat eine Einheit geformt, die über gute Perspektiven verfügt. Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart spielt eine Saison, in der Entwicklung und Ergebnisse gut zueinanderpassen. Doch die Erwartungen sollten in der nächsten Saison realistisch bleiben, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Stuttgart - Die letzten Zweifel sind mit dem Sieg gegen den FC Augsburg beseitigt. Gut, sie waren nur noch theoretischer Natur, da der VfB Stuttgart bereits vor Wochen mit dem Erfolg gegen Werder Bremen den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga praktisch gesichert hatte. Denn mit 39 Punkten ist noch kein Team abgestiegen. Jetzt hat die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo mit dem 2:1 aber das selbst gesteckte Ziel von 40 Zählern überboten – und es bleiben noch zwei Spiele, um das Konto aufzubessern.

 

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Die Stuttgarter liebäugeln mit einem einstelligen Tabellenplatz. Kurzfristig rückten sie während der Rückrunde gar in den Bereich der internationalen Ränge. Eine schöne Momentaufnahme. Wichtiger ist ihnen jedoch, dass die junge Mannschaft eine gute Entwicklung genommen und dabei die passenden Ergebnisse abgeliefert hat. Mit einem erfrischenden Offensivstil, der die Fachleute überrascht und die Fans erfreut hat. Nach vier Niederlagen hintereinander hat der VfB nun gegen die abstiegsgefährdeten Augsburger erneut gezeigt, dass er Widrigkeiten trotzen kann.

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Die vielen Ausfälle im letzten Saisonabschnitt kosten reichlich Qualität. Das können selbst Spitzenmannschaften auf ihrem Niveau nicht kompensieren. Die Coronasaison hat zudem an den Kräften gezehrt. Dennoch schaffen es immer wieder junge Spieler, frische Impulse zu setzen. Das sagt viel über das Potenzial des VfB aus und schafft Begehrlichkeiten jenseits der Mercedesstraße.

Doch es sagt mehr über die Mannschaft aus, mit welcher Mentalität sie antritt. Zuletzt haben die Stuttgarter den Sieg mit viel Kampfgeist erzwungen. Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat haben es geschafft, eine Gruppe mit einem neuen VfB-Geist zu formen. Zusammen ergibt das gute Zukunftsperspektiven, aber die Verantwortlichen tun gut daran, die Erwartungen nicht in die Höhe zu treiben. Das neue Ziel sollte das alte bleiben, um zu wachsen: Klassenverbleib mit möglichst schnellen 40 Punkten.

Sehen sie auch die Bilder zum Sieg gegen den FC Augsburg.