Das Wasserwerfer-Opfer Dietrich Wagner (links) hat zum Auftakt des S21-Prozesses die angeklagten Polizisten als "Bauernopfer" bezeichnet. Foto: dpa

Der beim Polizeieinsatz schwer verletzte Rentner Dietrich Wagner hat zum Prozessbeginn die angeklagten Polizisten als "Bauernopfer" bezeichnet. Sie seien "nicht die wirklich Schuldigen" für die Vorgänge am "Schwarzen Donnerstag".

Der beim Polizeieinsatz schwer verletzte Rentner Dietrich Wagner hat zum Prozessbeginn die angeklagten Polizisten als "Bauernopfer" bezeichnet. Sie seien "nicht die wirklich Schuldigen" für die Vorgänge am "Schwarzen Donnerstag".

Stuttgart - Zu Beginn des Wasserwerfer-Prozesses hat der beim eskalierten Polizeieinsatz schwer verletzte Rentner Dietrich Wagner die angeklagten Polizisten als „Bauernopfer“ bezeichnet. Sie seien „nicht die wirklich Schuldigen“ für die Vorgänge am „Schwarzen Donnerstag“ im Schlossgarten, sagte Wagner am Dienstag in Stuttgart. Er war am 30. September 2010 bei dem Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten schwer an den Augen verletzt worden und ist seither fast erblindet. Die wahren Schuldigen sieht Wagner in der Politik.

Im Mammutprozess müssen sich zwei Polizeiführer wegen Körperverletzung im Amt verantworten. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein, als die ihnen unterstellten Besatzungen in zwei Wasserwerfen immer wieder heftige Stöße auf die Demonstranten im abschossen. Das Landgericht Stuttgart hat rund 30 Verhandlungstage bis zum 22. Dezember angesetzt. Bei der Räumung des Schlossgartens waren 130 Demonstranten und 34 Beamte verletzt worden.

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