Die Einfahrt zur Tiefgarage und zum Jean-Améry-Weg. Foto: privat

Die Container erschweren die Sicht auf die Straße und wirken für Nutzer des Jean-Améry-Weg nicht einladend.

S-West - Die Müllcontainer in der Einfahrt am Haus mit der Nummer 49 an der Augustenstraße ragen oftmals bis auf den Gehweg. Für die Nutzer der Tiefgarage, deren Zufahrt über den Hof führt, ist das ärgerlich, denn zum einen verschmälert dies die Einfahrt, zum anderen ist der Blick auf die Straße bei der Ausfahrt teilweise verdeckt.

Dies ist ein Problem, findet auch der Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle. „Die Autofahrer haben eine schlechte Einsicht in die Straße“, sagt er. Doch die Verkehrssicherheit allein ist es nicht, was den Bezirksvorsteher an den Containern stört. Die Einfahrt zu dem Hinterhof führt nicht nur zu einer Tiefgarage, sondern ist auch eine Erweiterung des Jean-Améry-Wegs, der die Karlshöhe hinauf führt.

Fußgänger müssen dadurch nicht an der Straße entlang laufen, sondern können von dem Hof aus eine Treppe hinauf zur Grünanlage innerhalb des Wohnblocks an der Augusten-, Reinsburg- und Senefelderstraße, dem ehemaligen Lickert-Areal. Von dort geht es über die Reinsburgstraße zur Karlshöhe. „Das ist ein attraktiver Fußweg, wenn man von der Situation mit den Müllcontainern absieht“, sagt Möhrle. Aus diesem Grund, so der Bezirksvorsteher, sei er schon mehrmals auf die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) zugegangen, zu deren Bestand das Haus Nummer 49 gehört. Zuletzt habe es sogar einen Termin vor Ort gegeben. „Das ist ein gutes Dreivierteljahr her“, sagt Möhrle. Getan habe sich seither nichts.

Einhausung scheiter am Platzmangel

Einen großen Handlungsspielraum sieht die SWSG nicht. Auf Anfrage dieser Zeitung räumt sie ein, dass die Container die Einfahrt erschweren und auch die Sicht auf die Straße einschränken. Dennoch sei es aber die momentan bestmögliche Lösung, sagt der Pressesprecher Peter Schwab. Die anderen denkbaren Standorte seien für die Mieter des Hauses kaum zumutbar. Eine Zeit lang standen die Container zum Beispiel direkt unter den Balkonen, woraufhin sich die Mieter über die Geruchsbelästigung beschwert hatten.

Die Anzahl der Container zu reduzieren sei ebenfalls angedacht worden, allerdings falle dafür zu viel Müll an. „Eine Einhausung der Container scheitert am Platzmangel“, sagt Schwab. Dennoch soll es noch einmal einen Termin geben, bei dem sich vielleicht Lösungen ergeben, an die bisher nicht gedacht wurde.

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