Die Raitelsbergschule wird in den nächsten zwei Jahren gründlich saniert, erweitert und umgestaltet. Foto: Jürgen Brand

Die Erweiterungsbauten und die neuen Außenanlagen werden rund 2,5 Millionen Euro kosten.

S-Ost - Die Raitelsbergschule wird voraussichtlich bis zum Herbst 2015 einen Anbau mit Speisebereich und Küche sowie neu gestaltete Außenanlagen bekommen. Die Baumaßnahmen werden rund 2,5 Millionen Euro kosten. Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost hat das Projekt in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig gebilligt und gleichzeitig erneut den Wunsch geäußert, die Röntgenstraße vor der Schule in eine Spielstraße umzuwandeln.

Die Raitelsberg­schule wurde im Jahr 1929 gebaut. Bisher war die Schule eine Grund- und Werkrealschule mit knapp 200 Schülern. Künftig soll die Schule in eine bis zu dreizügige Ganztagesgrundschule umgewandelt werden. Bereits in diesem Schuljahr gibt es keine fünfte Klasse mehr, gleichzeitig wurden die ersten Klassen zu Ganztagesklassen.

Allerdings sind die Räumlichkeiten der Schule bisher nicht für den Ganztagesbetrieb geeignet. Die 70 Grundschüler, die bereits den ganzen Tag in der Schule sind, werden in provisorischen Räumen im Untergeschoss betreut. Zusätzlich müssen die Klassenräume in der ganzen Schule Schritt für Schritt saniert werden. Damit wurde bereits begonnen. David Daub vom Schulverwaltungsamt sagte dazu im Bezirksbeirat: „Es ist innen schon einiges gemacht worden. Wir werden die Räume in dem Maß, wie die Werkrealschule ausläuft, umgestalten und umbauen.“

Stuten-Brunnen möglicherweise ein Überrest des alten Rathauses

Was der Schule bisher völlig fehlt, ist ein Verpflegungsbereich mit Aufbereitungsküche, Nebenräumen und ausreichend großem Speisebereich. Dieser soll nun im rechten Gebäudeflügel der Schule durch Umstrukturierungen der bestehenden Räume und Erweiterungsbauten zu den Schulhöfen links und rechts des Gebäudeteils geschaffen werden. Durch den Umbau, die Neubauten und neue Terrassen mit Vordächern soll auch eine Verbindung zwischen den beiden bisher getrennten Höfen entstehen. Zusätzlich ist der Einbau eines Aufzugs vorgesehen, damit beispielsweise auch Rollstuhlfahrer barrierefrei in das Schulgebäude gelangen können. Das ist bisher nicht möglich.

Gleichzeitig wird der Außenbereich hinter und neben der Schule saniert und zum Teil neu gestaltet. Geplant sind die Sanierung des bestehenden Kleinspielfeldes, die Einrichtung eines sogenannten grünen Klassenzimmers draußen, ein Schulgarten und ein Bodentrampolin.

Für Rätselraten im Bezirksbeirat sorgte der auf den Bestandsplänen eingezeichnete Stuten-Brunnen im Außenbereich der Schule. Ihn soll es künftig nicht mehr geben. Der SPD-Fraktionssprecher Jörg Trüdinger wies allerdings darauf hin, dass dieser Brunnen möglicherweise noch ein Überrest des alten Stuttgarter Rathauses sei. Das soll nun in der Stadtverwaltung geprüft werden.

Bauarbeiten enden voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2015

Die Bauarbeiten an der Raitelsberg­schule sollen, wenn alles nach Plan geht, mit den Sommerferien 2014 beginnen. Die Fertigstellung ist für Sommer oder Herbst 2015 geplant. Parallel zur Errichtung der Neubauten soll die komplette Fassade der Raitelsbergschule inklusive der Fenster saniert und erneuert werden. Dies geschieht im Rahmen des Schulsanierungsprogramms der Stadt.

Im Bezirksbeirat wurden die Pläne von allen Fraktionen begrüßt. Auf Nachfrage der CDU-Fraktion wurde klargestellt, dass die Schule bis auf weiteres eine zweizügige Ganztagesgrundschule sein werde. Allerdings werde so gebaut, dass auch drei Klassenzüge möglich sein werden.