Die S5 ist eine der beiden betroffen S-Bahnlinien, auf der einen Monat lang weniger Kapazitäten geboten werden. Foto: IMAGO/imagebroker

Die Stuttgarter S-Bahnlinien S4 und S5 fahren seit Montag mit kürzeren Zügen als üblich. Schuld ist ein Softwareproblem.

Neuer Rückschlag für die ohnehin leidgeprüften Nutzer der Stuttgarter S-Bahn. Seit Montag ist das Angebot auf zwei Linien um ein Drittel gekürzt. Der Zustand wird sich über Wochen hinziehen.

 

Beschwerden gab es schon in den frühen Morgenstunden in einschlägigen sozialen Netzwerken. Um kurz nach zehn Uhr am Vormittag folgte die Bestätigung durch den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). „Die S-Bahnen der Linien S4 und S5 verkehren nur mit zwei Zugteilen“, lautete eine Störungsmeldung.


S4 nach Backnang und S5 nach Bietigheim mit weniger Angebot

Üblich auf den Strecken ist ein aus drei Zugteilen gebildeter Langzug. Aktuell ist damit lediglich ein Vollzug unterwegs. Die betroffene S4 pendelt zwischen der Stuttgarter Schwabstraße und Backnang, die S5 fährt von der Schwabstraße nach Bietigheim.

Die Reduzierung der Zuglängen hat konkrete Auswirkungen für die Fahrgäste. „Dadurch kommt es zu eingeschränkten Sitzplatzkapazitäten. Bitte achten Sie auch auf die Anzeigen am Bahnsteig“, heißt es beim VVS. Als wäre das noch nicht genug, folgt auch noch eine ernüchternde zeitliche Prognose. Die Einschränkung gelte „vom 27.10.2025 bis 21.11.2025“.

Software-Problem bei der S-Bahn Stuttgart

Bei der Deutschen Bahn, die die S-Bahn im Auftrag des Verband Region Stuttgart betreibt, nennt ein Sprecher Gründe für die deutliche Einschränkung der Kapazität. „Nach einem Softwareupdate bei Zügen der Baureihe ET430 sind an einigen Fahrzeugen technische Probleme aufgetreten. Diese Fahrzeuge werden vorerst nicht eingesetzt“, so der Sprecher. Dies mache eine Verkürzung von Lang- auf Vollzüge auf der S4/S5 notwendig. „Nach aktueller Prognose kann gegen Ende November wieder mit Langzügen gefahren werden“.