Fans haben die Wahl: Sie können mit Ersatzbussen oder der Stadtbahn zum VfB-Spiel gegen Celtic Glasgow fahren (Symbolfotos). Foto: Gottfried Stoppel/dpa/Archiv

Die Stuttgarter empfangen am frühen Donnerstagabend die Schotten aus Glasgow in Bad Cannstatt. So kommen die VfB-Fans stressfrei zur MHP Arena.

Nach dem deutlichen 4:1-Auswärtssieg der VfB-Kicker bei Celtic Glasgow könnte das Rückspiel an diesem frühen Donnerstagabend „a gmähts Wiesle“ sein, wie man im hiesigen Slang sagt. Doch Achtung, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, ein Selbstläufer wird das Spiel gegen die Schotten im Stuttgarter Stadion jedenfalls nicht.

 

Es benötigt also dringend jegliche Unterstützung der Fans des VfB Stuttgart. Doch auch so wird keiner der knapp 60.000 Anhänger auf seine Eintrittskarte für die MHP-Arena verzichten und dem Spiel fernbleiben. Schließlich gilt es für den VfB, das Achtelfinale der Europa League zu erreichen, mit dann womöglich noch attraktiveren Gegnern.

S-Bahn-Ausfall erschwert Anreise aus dem Rems-Murr-Kreis

Doch derzeit ist insbesondere die Anreise aus dem Rems-Murr-Kreis erheblich erschwert. Noch bis 25. März ist wegen der Bauarbeiten für das Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart im Zuge von Stuttgart 21 die S-Bahn-Verbindung in Richtung Stuttgart (und umgekehrt) gekappt. Die S2 aus Schorndorf fährt nur bis Waiblingen, die S3 aus Backnang bis Fellbach.

Doch wie kommt man nun an diesem Donnerstagnachmittag am besten zum Neckarstadion, wie es die wahren Fans noch heute bezeichnen? Zentraler Knotenpunkt des sogenannten Schienenersatzverkehrs ist einmal mehr die Dammstraße unweit des Waiblinger Bahnhofs.

Am schnellsten ist der grün gekennzeichnete Direktbus S2X zwischen Waiblingen und dem Bahnhof in Bad Cannstatt, der laut Fahrplan für die Strecke 18 Minuten benötigt.

Etwas langsamer wegen diverser Zwischenstationen (Fellbach, Sommerrain, Nürnberger Straße) ist der Bummelbus der Linie S2E nach Cannstatt, gekennzeichnet durch eine dunkelrote Farbe. Allerdings könnte dies eine sinnvolle Alternative sein, sofern an der Dammstraße das Gedränge vor dem Schnellbus nach Cannstatt zu groß wäre.

Findige VfB-Fans nutzen alternative Routen zur Arena

Doch für findige VfB-Fans gibt es noch eine Alternative. So könnte man mit der S3 bis Fellbach fahren und dort in den Linienbus 60 nach Untertürkheim umsteigen. Auf dem Weg gibt es wiederum zwei Umsteigemöglichkeiten: Entweder an der Fellbacher Lutherkirche in die Stadtbahn der Linie U1 zum Wilhelmplatz nach Bad Cannstatt steigen, um von dort zur Arena zu laufen. Allerdings ist zu erwarten, dass auch hier der Andrang vor den Stadtbahnen immens ist.

Oder man bleibt in der Buslinie 60 gleich bis zum Endhalt in Untertürkheim sitzen und steigt dort in die S1, um zum Bahnhof in Bad Cannstatt zu gelangen (der Halt Neckarpark ist derzeit wegen Bauarbeiten nicht regulär im Betrieb).

Wer etwas weiter weg, etwa im Remstal, wohnt, kann zudem überlegen, ob er im Nahverkehr oder mit dem eigenen Auto den Schurwald überquert und dann von einer dortigen S-Bahn-Haltestelle aus sich weiter gen Cannstatt bemühen möchte.

Zusatzbusse sind jedenfalls am Donnerstagnachmittag nicht vorgesehen. Der Verkehrsverbund Stuttgart setze auf das „leistungsfähige Ersatzkonzept“ zwischen Waiblingen und Cannstatt, und man sei optimistisch, dass die Fans „zuverlässig an- und abreisen“ könnten, heißt es bei der Bahn.

Wem das alles zu verwirrend oder umständlich erscheint, dem bleibt dann doch nur das Auto, womöglich in Fahrgemeinschaft mit anderen Fans. Doch auch hier heißt es: genügend zeitlichen Puffer einbauen. Das Spiel startet um 18.45 Uhr, die Einlasskontrollen werden ausgiebig sein.

Verkehrschaos droht: Rushhour erschwert Anreise zum Stadion

Außerdem fällt die Anreise mit dem Auto in die feierabendliche Rushhour. Die fällt gen Stuttgart, etwa im Kappelbergtunnel, vielleicht nicht so extrem aus wie umgekehrt. Doch das Verkehrschaos rund ums Stadion dürfte in den umliegenden Straßen oder vor den Parkhäusern und Parkplätzen auf dem Wasen nervenzehrend genug sein.

Das Dilemma müssen VfB-Fans im Übrigen noch zwei weitere Male bis zum Ende der S-Bahn-Sperrung verkraften – nämlich bei den nächsten Heimspielen gegen den VfL Wolfsburg (bereits an diesem Sonntag, 1. März, 15.30 Uhr) sowie zwei Wochen später am 15. März gegen RB Leipzig; Beginn ist dann um 19.30 Uhr.