Tausende Pendler waren am Dienstagmorgen betroffen, doch der befürchtete Verkehrskollaps blieb aus. Eine Polizei-Sprecherin schätzt die Lage ein.
Wegen der Sperrung der S-Bahn-Linien S2 und S3 zwischen Fellbach und Bad Cannstatt sind Tausende Pendler gezwungen auf Ersatzbusse oder das eigene Auto umzusteigen. Dies hat am frühen Dienstagmorgen bereits zu Staus geführt. Die Fahrtzeit von Waiblingen in die Stuttgarter Innenstadt über die B10 und B29 dauert aktuell 20 Minuten länger. Allerdings gilt die Strecke auch an normalen Tagen als stauträchtig.
Der von manchen befürchtete Komplettzusammenbruch des morgendlichen Berufsverkehrs im nordöstlichen Bereich der Landeshauptstadt blieb aus. Offenbar nutzen viele die Möglichkeit des Homeoffices oder fanden andere Wege, um zur Arbeit zu kommen. Auch die Polizei zeigte sich demnach zufrieden. „Wir haben nicht mehr Unfälle als an anderen Tagen“, sagte eine Sprecherin.
Auswirkungen auch auf die S4
Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) setzten aus Richtung Fellbach zusätzliche Stadtbahnzüge ein. Die Sperrung dauert gut vier Wochen. So lange verkehren zwischen Waiblingen beziehungsweise Fellbach und Bad Cannstatt Ersatzbusse. Auch entlang der kleinen Murrbahn zwischen Marbach und Backnang ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Strecke wird von Regional- und teilweise auch Fernzügen als Ausweichstrecke genutzt. Deshalb endet die S4 in Marbach.
Die Schienensperrung steht im Zusammenhang mit dem Projekt digitaler Knoten Stuttgart. Im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart 21 sollen die Gleise für die moderne Leit- und Sicherungstechnik ETCS ertüchtigt werden. Die aktuelle Sperrung dauert bis zum 25. März.