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Bahn darf unter Androhung von Zwangsgeld auf dem S-21-Gelände keine Bäume mehr fällen.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn darf unter Androhung eines Zwangsgeldes auf dem Gelände für das Projekt Stuttgart 21 vorerst keine Bäume mehr fällen, weil dort seltene Tiere leben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa untersagte das Eisenbahnbundesamt (EBA) das weitere Abholzen.

Die Behörde verfügte, dass das Fällen von Bäumen im Mittleren Schlossgarten einzustellen sei; zunächst müsse die DB Projektbau einen Plan zum Schutz von Juchtenkäfern und Fledermäusen vorlegen. Bei einer Zuwiderhandlung ist ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro angedroht.

Das in Bonn ansässige EBA hatte bereits vor dem Fällen der ersten 25 Bäume am vergangenen Donnerstag naturschutzrechtliche Zweifel angemeldet.

Der Vermittler im Streit um Stuttgart 21, Heiner Geißler, wird nach Auskunft der Grünen demnächst einzelne Gespräche mit Befürwortern und Gegnern führen.

"Dann wird er entscheiden, ob er es für sinnvoll erachtet weiterzumachen", sagte Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann am Donnerstag in Stuttgart der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben uns erstmal in die Hände des Herrn Geißler begeben." Kretschmann betonte erneut, die Grünen seien nur zum Dialog bereit, wenn es einen Baustopp gebe und alle Fakten ergebnisoffen diskutiert würden. Bisher sei Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) nur dazu bereit, darüber zu reden, was mit den Flächen geschieht, die durch die Tieferlegung des Bahnhofs frei werden. "Da liegen wir sehr weit auseinander."

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