Nicht nur die Golfer machen beim Ryder Cup im schottischen Gleneagles eine gute Figur, auch deren Frauen können sich durchaus sehen lassen (Im Vordergrund: Amy Mickelson, die Frau des US-Golfers Phil Mickelson). Foto: Getty Images Europe

Titelverteidiger Europa erwischte zum Auftakt des 40. Ryder Cups einen guten Start. Kaymer gelangen allein zwei Birdies auf den ersten vier Löchern. Fürst Albert von Monaco lässt sich dieses riesige Golf-Event nicht entgehen, ebenso wie die Partnerinnen der Golf-Stars.

Titelverteidiger Europa erwischte zum Auftakt des 40. Ryder Cups einen guten Start. Kaymer gelangen allein zwei Birdies auf den ersten vier Löchern. Fürst Albert von Monaco lässt sich dieses riesige Golf-Event nicht entgehen, ebenso wie die Partnerinnen der Golf-Stars.

Gleneagles - Das europäische Ryder-Cup-Team hat im schottischen Gleneagles einen fulminanten Start gegen die USA hingelegt. Golfprofi Martin Kaymer ging am Freitag zusammen mit dem Dänen Thomas Björn in den Fourballs auf die Runde und lag nach vier Löchern bereits drei auf gegen das US-Duo Rickie Fowler/Jimmy Walker. Auch Justin Rose (England)/Henrik Stenson (Schweden) holten für den Titelverteidiger gegen das US-Duo Bubba Watson/Webb Simpson eine frühe Führung (zwei auf). Nach den Vierern am Freitag und Samstag entscheiden die abschließenden zwölf Einzel am Sonntag über den Sieger in dem Kontinentalvergleich. Europa braucht 14 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung, die USA als Herausforderer einen halben Zähler mehr zum Sieg im 40. Ryder Cup.

Als Kleidung wählten die Europäer hellblaue Pullover mit dem Motiv der schottischen Flagge. Die Spieler kamen durch einen Tunnel an den ersten Abschlag auf dem etwa 7000 Meter langen Par-72-Kurs und wurden von tausenden Golffans frenetisch gefeiert. „10-6 - und nicht einmal dann könnt ihr gewinnen“, riefen einige in Erinnerung an das amerikanische Desaster von 2012 in Medinah im Chor. Damals verwandelten die Europäer, angeführt von einem leidenschaftlichen Ian Poulter, einen 6:10-Rückstand nach den ersten beiden Tagen noch in einen Sieg. „Mister Ryder Cup“ aus England begann dieses Mal allerdings nervös und verzog einen Putt aus nächster Distanz.

Kaymer startet nervenstark mit zwei Birdies

Anders Kaymer: Der 29-Jährige begann nervenstark mit Birdies auf den Löchern eins und vier. Björn steuerte ein Birdie an der zweiten Bahn bei. „Thomas und ich kommen sehr gut miteinander aus. Er half mir 2010, als ich mich im Ryder Cup noch nicht komfortabel fühlte“, erzählte Kaymer vor seinem Start. Björn sei einer der ersten gewesen, die ihn nach seinem Sieg bei der US Open angerufen hätten: „Ich sagte ihm sofort, dass ich gern mit ihm spielen würde. Ich musste mich nur noch qualifizieren.“

Besonders attraktiv für die Zuschauer war die Paarung Rory McIlroy (Nordirland)/Sergio Garcia (Spanien) gegen Keegan Bradley/Phil Mickelson. Der amerikanische Star Mickelson, British-Open-Sieger von 2013, kam eingepackt in eine dicke Teamjacke, ein Kappe mit dem Schriftzug USA und Handschuhen auf den sonnenüberfluteten Platz. Sein Erzrivale McIlroy demonstrierte schon auf der ersten Bahn seine Fähigkeiten mit dem neuen Driver: McIlroys Abschlag war locker 15 Meter weiter als der der Mitspieler. Als Mickelson seinen Ball zum Birdie lochte, hielt der nordirische Weltranglistenerste dem Druck stand und verwandelte ebenfalls. Garcia brachte das Duo am vierten Loch mit einem aus dem Bunker verwandelten Schlag zum Birdie in Führung. Den Jubel der Fans konnte man über die gesamte Anlage in den schottischen Highlands hören.

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