Die Badelandschaft „Yas Waterworld“ auf der Insel Yas in Abu Dhabi. Foto: Rumpf, Stephan/SZ Photo

In vielen südlichen Urlaubsländern gibt es spektakuläre Rutschenanlagen. Aber auch auf Kreuzfahrtschiffen, in Freizeitparks und in den Alpen heißt es: Wasserbahn frei.

Große Pools und viele Rutschen - das steht bei Kindern und Jugendlichen ganz oben auf der Ferienwunschliste. Tatsächlich werden die Badeanlagen immer spektakulärer. Ob „Königskobra“ im Voyage Belek Golf & Spa an der Türkischen Riviera, „Looping Rocket“ im Paloma Club Sultan in Özdere an der Türkischen Ägäis oder „Freefall“ im Sindbad Aquapark Resort in Hurghada am Roten Meer: Sie alle versprechen spritzigen Wasserspaß.

Der Reiseveranstalter Öger bringt seit vier Jahren einen eigenen Rutschenkatalog auf den Markt. „Öger Aqua“ bündelt aktuell 54 Hotelanlagen mit insgesamt mehr als 400 Rutschen in der Türkei, Tunesien und Ägypten, die über einen Wasserpark mit mindestens fünf unterschiedlichen Wasserrutschen verfügen. Infografiken zeigen dabei an, wie hoch der Adrenalinfaktor ist: Spitzenreiter mit 14 Rutschen für Könner und Mutige, 13 für einen mittleren Adrenalinschub und vier für Rutschanfänger ist das „Albatros Jungle Aqua Park Resort“ in Hurghada (www.oeger.de).

Auch das Emirat Dubai ist einmal mehr für Superlative gut: Der „Aquaventure Wasserpark“ gilt als der größte seiner Art im Nahen Osten und gehört zum Hotel Atlantis auf der künstlich aufgeschütteten Insel Palm Jumeirah. Für das Gefühl des freien Falls sorgt „Poseidons Rache“, sein römischer Götterkollege Neptun stand Pate für den 40 Meter hohen Rutschenturm. Dort startet unter anderem die 210 Meter lange, extrabreite Reifenrutsche „Aquaconda“. Besonders spektakulär ist die „Shark Attack“-Rutsche, deren durchsichtige Röhre durch ein Becken mit Haien führt. Auch die fast senkrecht verlaufende „Leap of Faith“ endet im Haifischbecken (www.atlantisthepalm.com).

Bis zu 90 Meter lange Rutschen

Kreuzfahrtschiffe gleichen mittlerweile schwimmenden Städten - so darf neben Restaurants und Pools eine Rutschenanlage nicht fehlen. Auf der „Norwegian Epic“ ist die Röhrenrutsche „Epic Plunge“ der Hit, die in einem überdimensionalen Kreisel endet. Der Aquapark der „Norwegian Getaway“ bietet fünf Wasserrutschen, die über mehrere Decks führen. Spiralförmige Twister-Rutschen und zwei Free-Fall-Rutschen sorgen ebenfalls für Adrenalinstöße (www.ncl.de). „Water Works“ heißt der Vergnügungspark mit mehreren, bis zu 90 Meter langen Rutschen auf der „Carnival Breeze“ - und das Schwesterschiff „Carnival Vista“, das 2016 in See stechen wird, setzt noch eines drauf: 139 Meter lang ist die Rafting-Strecke, auf der Gäste in Gummireifen durch Wildwasser wirbeln (www.carnival.com)

. Keine Frage, dass Wasserrutschen auch zu den beliebtesten Attraktionen der Freizeitparks gehören, die sich mit Themenhotels oder Bungalow-Unterkünften längst für mehrtägige Aufenthalte empfehlen. Das größte Rutschenparadies der Beneluxländer findet sich im niederländischen Ferienpark Buinrell bei Den Haag. Das Tikibad offeriert insgesamt 1000 Meter Rutschvergnügen: Höhepunkte sind die Trichterrutsche „Space Bowl Cycloon“, die Freifall-Rutschen „X-stream“ und „Cannon ball“ sowie die bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnelle Doppelrutsche „Blits und Flits“ (www.duinrell.de).

Vom 27 Meter hohen Wasserrutschen-Turm des Parks „Tropical Islands“, 60 Kilometer südlich von Berlin, starten vier Rutsch-Routen: Die Großwasserrutsche mit ihren geschwungenen Bahnen und Kreisen bietet auf 149 Metern eine Menge Spaß für Groß und Klein. Auf der Turborutsche mit einer Länge von 76 Metern werden Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern je Stunde erreicht. Neu hinzu kommt in diesem Jahr der „Wild Water River“, ein 250 Meter langer Strömungskanal (www.tropical-islands.de). Wasserparks und Rutschen gibt es nur in Meernähe?

Von wegen. Auch junge Alpenurlauber haben Spaß am Planschen. Und immer mehr Hotels hübschen ihre Hallenbäder auf und leisten sich spektakuläre Anlagen. Zur Kooperation der „Kinderhotels“ in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien gehören etliche Häuser, die Rutsch- Action für Kids anbieten: So verfügt das „Kinderhotel Oberjoch“ im Allgäu über eine 128 Meter lange Reifen-Wasserrutsche. Die Nachbar-Hotels „Löwe und Bär“ in Serfaus in Tirol warten neben einigen kleineren Rutschen im „Piratenland“ mit der 60 Meter langen Reifen-Breitrutsche „Magic Eye“, die sich über vier Stockwerke erstreckt, und einer 96-Meter-Speed-Rutsche auf (www.kinderhotels.com).

Stattliche 110 Meter misst die Tunnelrutsche „Black Hole“ mit Lichteffekten im „Familienresort Alpenhof“ in Gerlos im Zillertal - damit ist sie die derzeit längste in Tirol. Witzig: Eine Uhr stoppt die Zeit jeder Fahrt, so dass einer Familien-Challenge nichts im Weg steht. Für die Teens ab zehn Jahren geht es mit Rafting und Canyoning (gegen Gebühr) dabei gleich nass weiter (www.alpenhof-gerlos.at).

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