Jan Rittaler aus Rutesheim hat mit der AfD knapp den Bund Foto: factum/Archiv

Bei der Bundestagswahl hat die Alternative für Deutschland knapp den Einzug ins Parlament verpasst. Der Rutesheimer Jan Rittaler hätte einen Platz sicher gehabt. Nun kündigte er an, dass seine Partei 2014 bei der Kommunal- und Europawahl antreten will.

Rutesheim - Die Alternative für Deutschland (AfD) wird eventuell im kommenden Jahr bei den Kommunalwahlen antreten. Dies sagte der Rutesheimer Jan Rittaler, der Schatzmeister des baden-württembergischen Landesverbandes ist, gegenüber unserer Zeitung. Der entsprechende Beschluss stehe aber noch aus. „Die Kommunalwahlen sind schon interessant für uns“, sagte Rittaler.

Bis Jahresende wolle seine Partei ein kommunalpolitisches Programm beschließen. Auch an der Europawahl will die AfD teilnehmen. Beflügelt ist die neue Partei durch ihre Erfolge bei der Bundestagswahl am Sonntag. Mit 4,7 Prozent hatte die AfD nur knapp den Sprung ins Parlament verfehlt. Auch in den Altkreisgemeinden schnitt die AfD gut ab und schaffte außer in Weil der Stadt mindestens fünf Prozent: in Friolzheim 6,8, in Wimsheim 6,7, Heimsheim 5,8, Mönsheim 5,7, Rutesheim 5,4, in Weissach und Renningen je 5,1 und in Leonberg fünf Prozent.

Wäre die Fünf-Prozent-Hürde auf Bundesebene geknackt worden, hätte Jan Rit­taler mit Platz vier auf der Landesliste den Einzug in den Bundestag geschafft. „Es ist bedauerlich, dass es nicht gereicht hat. Aber die Trauer schließt die Freude über dieses großartige Ergebnis nicht aus“, sagte der 51-Jährige, der erst im April von der FDP zur AfD gewechselt war. Rittaler selbst war im Wahlkreis Böblingen nicht als Direktkandidat angetreten. „Ich hatte die Patenschaft zur Gründung von vier Kreisverbänden übernommen, bin Schatzmeister und muss als Selbstständiger noch Geld zum Leben verdienen“, begründete der Unternehmensberater dies.

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