Der Stückleshang bietet einen imposanten Ausblick aufs Tal und den Albtrauf im Hintergrund. Foto: Karin Ait Atmane

Oben auf der Plochinger Höhe kann man in den Schurwald eintauchen, aber auch Ausblicke auf den Albtrauf oder aufs Neckartal erhaschen. Unsere Runde ist ungefähr sechs Kilometer lang.

Mit der Buslinie 141 kommt man eng getaktet auf den Stumpenhof und zum Teckplatz inmitten des ab 1953 erbauten Stadtteils. Hier gibt es einige Geschäfte und auch Auswärtige essen gern einen Kuchen im Café Morlock, das heute ein Integrationsbetrieb für Menschen mit Behinderung ist. Der Teckplatz, über den wir auf die Paul-Gerhardt-Kirche zugehen, hat zahlreiche Feste und andere Höhepunkte erlebt, unter anderem Seifenkistenrennen und Rollhockeyturniere.

 

Naturdenkmal am Lebensende Wir gehen weiter geradeaus, links an der Kirche vorbei und folgen dem Bühleichenweg. Das Naturdenkmal Bühleiche ist die nächste Station, vor der allerdings noch eine knackige Steigung zu bewältigen ist. Dafür hat man zwei Optionen: mit dem Kinderwagen oder anderen Fahrzeugen am besten links die Thüringer Straße hinauf und an ihrem Ende ein paar Meter rechts abwärts zur Bühleiche. Oder, für Geländegängige der schönere Weg: geradeaus bis zum Waldkindergarten und erst dort links abbiegen. Der leicht geschwungene Weg wird bald zum steilen Grasweg und führt direkt zur Bühleiche. Beziehungsweise zu dem, was noch von ihr übrig ist: Schon vor einigen Jahren musste das von Blitzschlag, Pilzbefall und Fäulnis angenagte Naturdenkmal rabiat gestutzt werden, wobei sich herausstellte, dass es nicht ganz so alt ist, wie man annahm: nur rund 250 Jahre und nicht etwa am Ende des Dreißigjährigen Krieges gepflanzt. Mittlerweile steckt so gut wie kein Leben mehr in dem Baum. Aber im Hintergrund wächst eine Nachfolgerin.

Fingerhut und neue Bäume Von der Bühleiche geht es an der Informationstafel vorbei geradeaus am Waldrand weiter. Der Weg führt zwischen dem Jahnstadion und dem Plochinger Kletterwald durch, die Abzweige nach links ignorieren wir. Der Wald wird lichter, man sieht Grüppchen von blühendem Fingerhut. Nach einer neu bepflanzten Lichtung mit Informationstafel kommt wieder ein schattigeres Stück, und dann die nächste Querung. Hier biegen wir spitz links ab, zur Schranke und zur Landstraße, der wir dann auf dem Fuß- und Radweg rund vierhundert Meter folgen – bis zu der Stelle, an der gegenüber ein Waldweg auftaucht.

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Eule und Pilger Wir queren die Landesstraße und tauchen wieder in den Wald ein. Am Wegesrand liegen einige Sandsteinfindlinge, im Wald wurden offenbar Wasserlöcher für Amphibien angelegt. Der Weg führt leicht abwärts und mündet in einen Schotterweg, dem wir nach links folgen. Jetzt einfach den Wald und bei gutem Wetter das Spiel von Licht und Schatten genießen. Nach knapp einem Kilometer kommen wir an eine Stelle, wo mehrere Wege zusammenlaufen und eine aus Holz geschnitzte Eule am Rand sitzt. An dieser vorbei folgen wir dem Hauptweg geradeaus bergab. Nach einem kurzen, steilen Stück gelangen wir nach „draußen“ auf den Plochinger „Stückleshang“. An der ersten Kreuzung sind Sitzbänke aufgestellt, ein schon recht verwitterter hölzerner Pilger mit Jakobsmuschel steht auf seinen Stock gelehnt – ein Plätzchen zum Pause machen.

Kurze Ausblicke Von hier aus geht es auf dem asphaltierten Weg nach links, den Stückleshang entlang. Immer wieder öffnet sich kurz die Sicht in Richtung Albtrauf, aber auch der eine oder andere Blick auf die Innenstadt mit der Stadtkirche und dem Regenturm lässt sich erhaschen.

Blick ins Neckartal Zwischen Wochenendgrundstücken und Wald bleiben wir annähernd auf gleicher Höhe, bis wir wieder im Wohngebiet stehen, am Scheitelpunkt der 180-Grad-Kurve der Beethovenstraße. Wir gehen den linken Schenkel leicht bergauf und am Ende der Straße den Fußweg links nach oben. Jetzt können wir entweder direkt über die Fußgängerampel zurück zum Ausgangspunkt Teckplatz.

Oder wir machen noch einen Abstecher nach rechts, zum neuen Landratsamtsgebäude, von wo aus beste Sicht nach Westen aufs Neckartal geboten ist. Noch mehr Aussicht bietet der Jubiläumsturm des Schwäbischen Albvereins. Den Schlüssel kann man im Café Morlock holen.