Auf viele Kinder in Rumänien, wie hier im Bukarester Stadtteil Ferentari, warten keine Eltern, wenn sie nach Hause gehen. Foto: Florian Gann

Weil ihre Eltern im Westen Geld verdienen, wachsen in Rumänien bis zu 350 000 Kinder als Waisen auf. Eine Reportage.

Bukarest - Es ist still im Klassenzimmer. So still, dass die 20 Kinder im Raum das leiseste Knarzen eines Schuhs hören können. So still, wie es eben sein muss, wenn man sich lautlos anschleicht. Wird einer ertappt, toben die Schüler so laut, dass man glaubt, die kleinen Papierschmetterlinge an der gelb bemalten Wand zittern zu sehen. Aus dem Geschrei lösen sich die Namen der Fußballidole heraus: „Messi!“, „Ronaldo!“.

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