Laut einem Bericht des Spiegel sei Angela Merkel entschlossen, als erste deutsche Regierungschefin seit 1949 freiwillig aus dem Amt zu scheiden. Foto: EPA

Sie selbst lässt sich nicht in die Karten schauen und spricht vom Wunsch, in der Legislaturperiode "als Kanzlerin ordentlich zu arbeiten". Laut einem Bericht des Spiegel gehe das Umfeld von Angela Merkel allerdings von einem freiwilligen Rücktritt Merkels aus.

Sie selbst lässt sich nicht in die Karten schauen und spricht vom Wunsch, in der Legislaturperiode "als Kanzlerin ordentlich zu arbeiten". Laut einem Bericht des Spiegel gehe das Umfeld von Angela Merkel allerdings von einem freiwilligen Rücktritt Merkels aus.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Donnerstag ihren 60. Geburtstag feiert, lässt sich über ihre mittelfristigen Pläne nicht in die Karten schauen. „Es gibt den Wunsch, diese Legislaturperiode als Bundeskanzlerin ordentlich zu arbeiten, und dann sehen wir weiter“, sagte sie am Samstag im ZDF. Das gelte „selbstverständlich“ für die ganze Wahlperiode, fügte sie auf Nachfrage hinzu.

Dagegen berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Partei- und Regierungskreise, das Umfeld Merkels gehe von einem freiwilligen Rücktritt der Kanzlerin aus. Nach Einschätzung mehrerer Kabinettsmitglieder und hochrangiger Unionspolitiker sei sie entschlossen, als erste deutsche Regierungschefin seit 1949 freiwillig aus dem Amt zu scheiden und nicht auf eine Wahlniederlage oder eine parteiinterne Ablösung zu warten. „Das reizt sie wirklich sehr“, zitiert das Magazin stellvertretend ein Mitglied von Merkels Regierungsmannschaft.

Ob die Kanzlerin nach einem Ende ihrer Amtszeit ein internationales Amt anstrebt, gilt dem Bericht zufolge in Merkels Umfeld als offen. Als mögliche Posten werden der des UN-Generalsekretärs und der des EU-Ratspräsidenten genannt. Im ZDF sagte Merkel auf die Frage, ob sie 2018 UN-Generalsekretärin sein werde: „Das wird mit Sicherheit nicht passieren.“

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