Roche werde weiterforschen. Foto: imago images/imagebroker/imageBROKER/Foto Beck

Ein Medikament des Schweizer Pharmakonzerns Roche, das eigentlich gegen Arthritis gerichtet ist, verfehlt bei Corona-Patienten die gewünschte Wirkung.

Genf - Ein eigentlich gegen Arthritis gerichtetes Medikament des Schweizer Pharmakonzerns Roche verfehlt bei Corona-Patienten die gewünschte Wirkung. Das hätten sogenannte klinische Phase III-Studien gezeigt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Basel mit.

Der Wirkstoff Tocilizumab wurde bei Patienten eingesetzt, die mit dem Coronavirus infiziert waren und eine schwere Lungenentzündung hatten. Es habe sich aber weder der Zustand der Patienten verbessert, noch sei die Sterblichkeit gesunken, hieß es. Roche werde weiterforschen, ob dieser Wirkstoff in Kombination mit einem antiviralen Medikament bessere Ergebnisse bringe, so das Unternehmen.

Medikamente werden nach Studien im Labor und an ausgewählten Freiwilligen in der 3. Phase an zahlreichen unterschiedlichen Patienten getestet, um Wirksamkeit und Unbedenklichkeit zu prüfen und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festzustellen.

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