Der Kirchentag in Stuttgart verpasst knapp die 100.000-Teilnehmer-Marke Foto: Lichtgut/Piechowski

97.127 Besucher haben sich für die gesamten fünf Tage des Glaubensfestes angemeldet. Das sind deutlich weniger Dauergäste als noch vor zwei Jahren in Hamburg und 2011 in Dresden, als jeweils rund 117.000 Dauerteilnehmer gezählt wurden.

Stuttgart - Der Evangelische Kirchentag mobilisiert die Massen, wie kaum ein anderes Ereignis in Deutschland. Das selbstgesteckte Ziel von 100.000 Dauerteilnehmern haben die Veranstalter in Stuttgart aber knapp verpasst. 97.127 Besucher haben sich für die gesamten fünf Tage des Glaubensfestes angemeldet. Hinzu kommen zwischen 35.000 und 40.000 Tagesgäste. Das sind deutlich weniger Dauergäste als noch vor zwei Jahren in Hamburg und 2011 in Dresden, als jeweils rund 117.000 Dauerteilnehmer gezählt wurden. Die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär, begründete den Rückgang damit, dass Fronleichnam kein bundesweiter Feiertag sei, damit nicht alle Urlaub nehmen könnten. Andererseits, ergänzte der Bischof der gastgebenden evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, seien die Pfingstferien in Baden-Württemberg mittlerweile zu einer Hauptferienzeit geworden, weshalb wohl auch zahlreiche potenzielle Kirchentagsteilnehmer verreist seien.

„Die, die da sind, sind immer die Richtigen“, stellte Kirchentags-Generalsekretärin Ueberschär klar. „Wir freuen uns riesig, dass wir fast 100 000 erreicht haben.“ Hamburg habe auch deshalb stärker gezogen, weil die Großstadt mehr Unterkünfte anbieten konnte. Dass die rückläufigen Zahlen an einer geringeren Attraktivität Stuttgarts liegen könnten, wiesen die Verantwortlichen zurück. „Jeden der das denkt, muss ich korrigieren“, sagte der Kirchentagspräsident Andreas Barner. „Stuttgart ist eine wunderschöne Stadt. Es lohnt sich hierher zu kommen.“

Rund ein Drittel der Dauerteilnehmer (37.444) kommt aus Baden-Württemberg, gefolgt von Niedersachsen (15.407) und Hessen (6.523). Aus dem Ausland haben sich 5.113 Besucher für die fünftägige Veranstaltung angemeldet, der Großteil aus der Schweiz, Österreich, Ukraine, Polen und Ungarn. Aber auch Gäste aus Südkorea, Indonesien und Nigeria sind nach Stuttgart gereist. Für jeden fünften Teilnehmer ist es der erste Besuch bei einem Kirchentag.

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