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Hoffenheims Trainer Rangnick ist mit dem ehemaligen VfB-Keeper unzufrieden: "Hat Luft nach oben".

Stuttgart/Hoffenheim - Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Und der könnte am Ende Timo Hildebrand heißen. Während Alexander Stolz und Sven Ulreich sich einen vereinsinternen Konkurrenzkampf um die Nachfolge von Jens Lehmann im Tor des VfB Stuttgart liefern, zeichnet sich eine andere Lösung ab: die Rückkehr des Meister-Torwarts zur neuen Saison.

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Denn wie die Dinge liegen, ist das Vertrauen in die beiden Talente eher begrenzt. Sonst hätten es sich die Vereinsführung und Trainer Christian Gross im Fall von Jens Lehmann leichter machen können. Statt Gnade nach seinen Eskapaden hätten sie die Reißleine ziehen können. Lehmann wäre nach seinem Auftritt in Mainz fristlos rausgeflogen. So aber arbeiten die Roten mehrgleisig. Sie warten ab, wie sich Stolz und Ulreich entwickeln, sondieren gleichzeitig den Markt. Neben dem ehemaligen Schweizer Nationalkeeper Pascal Zuberbühler (sitzt beim FC Fulham nur auf der Bank) ist Timo Hildebrand ein Thema. Im günstigsten Fall wäre der ehemalige Nationaltorwart am Saisonende ablösefrei zu haben. Hildebrands auslaufender Vertrag verlängert sich nur dann automatisch, wenn er auf eine bestimmte Anzahl von Spielen kommt.

Und wie der Zufall so spielt, muss Hildebrand nun pausieren. Vor dem Spiel des VfB am morgigen Samstag (18.30 Uhr/Liga Total und Sky) in der Stuttgarter Arena gegen 1899 Hoffenheim hat sich Hildebrand wegen Schweinegrippe krankgemeldet.

In Hoffenheim geht Manager Schindelmeiser zwar davon aus, "dass sich Hildebrands Vertrag im Sommer verlängert", aber selbst das muss nichts bedeuten. Aus Mannschaftkreisen heißt es, der Ex-VfB-Keeper wirke zuweilen wie ein Fremdkörper. Auch die Begeisterung von Trainer Ralf Rangnick über die Leistungen des 30 Jahre alten Torhüters hält sich in Grenzen: "Da ist Luft nach oben", kritisierte der Backnanger, "er muss sich weiter verbessern. Das Gegentor in Frankfurt gehört nicht in die Kategorie unhaltbar."

In so einer Situation könnte die Anfrage aus Stuttgart auf fruchtbaren Boden fallen. Erst in diesen Tagen sagte Timo Hildebrand im Interview mit dieser Zeitung auf die Frage nach einer Rückkehr: "Ausschließen sollte man nie etwas."

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